ÖVP-Finanzsprecher Andreas Ottenschläger hält unterschiedliche Pensionsantrittsalter je nach Berufsgruppe für denkbar, schreibt die Krone. Während Menschen in körperlich belastenden Berufen wie Pflege oder Bau weiterhin früher in Pension gehen könnten, sollen Akademiker wegen ihres späteren Berufseinstiegs länger im Arbeitsleben bleiben. Das Pensionssystem müsse sich künftig stärker an den Versicherungsjahren orientieren.

Experten wären mit an Bord – zumindest teilweise

Unterstützung kommt von den NEOS. Sozialsprecher Johannes Gasser fordert eine rasche Reform und warnt, dass das System ohne Änderungen langfristig an seine Grenzen stoßen könnte. Auch Experten sehen Handlungsbedarf: WIFO-Pensionsexpertin Christine Mayrhuber hält Anpassungen ab etwa 2040 für notwendig, spricht sich allerdings gegen unterschiedliche Pensionsalter je nach Branche aus. Stattdessen müsse grundsätzlich über eine spätere Pension nachgedacht werden.

Ablehnung aus roten Reihen

Die SPÖ zeigt sich hingegen ablehnend. Das Sozialministerium verweist darauf, dass branchenspezifische Pensionsregelungen kaum praktikabel seien, hieß es aus dem Sozialministerium, das von Korinna Schumann geführt wird. Das bestehende Modell der Schwerarbeitspension sei der richtige Weg. Zudem läuft derzeit noch die schrittweise Angleichung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer, die erst 2033 abgeschlossen sein wird.