Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) erhält weiterhin staatliches Geld. Laut einer aktuellen parlamentarischen Anfragebeantwortung flossen seit 2019 insgesamt rund 209.740 Euro an die Stiftung des DÖW.

Brisant sind zudem auch die jüngsten Entwicklungen: In den Jahren 2024 und 2025 wurde die Organisation erneut mit mehreren Projekten beauftragt. So zahlte das Justizministerium etwa über 90.000 Euro für eine Studie zur österreichischen Nachkriegs-Justiz. Dazu kommen weitere Gutachten sowie der Rechtsextremismus-Bericht, der regelmäßig neu vergeben und finanziert wird.

Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ)
Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ)

Laut Justizministerin Anna Sporrer handelt es sich nicht um klassische Förderungen, sondern um Werkverträge und staatliche Aufträge, über die das Geld an das DÖW fließt.

Was ist das DÖW?
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) ist eine 1963 gegründete Stiftung und Forschungseinrichtung in Wien, die den Widerstand und die Verfolgung während des Nationalsozialismus (1934-1945) erforscht und dokumentiert.

„Tathandlungen“ meist nur Fälle mit Anfangsverdacht

Allerdings: Ein großer Teil der DÖW-Statistiken basiert auf sogenannten „Tathandlungen“ – also nicht auf verurteilten Straftaten, sondern meist auf Anzeigen mit Anfangsverdacht, wie ein exxpress-Bericht zeigte. Gleichzeitig werden diese Zahlen in der öffentlichen Darstellung oft verkürzt als tatsächliche Straftaten interpretiert.

Trotz dieser Kritik bleibt das DÖW ein fixer Auftragnehmer der öffentlichen Hand – und erhält weiter staatliche Mittel für Studien und Berichte.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare!

Lesen Sie auch

Mehr Rechtsextreme Faelle Weniger Urteile Was Die Doew Zahlen Wirklich Sagen