Der online abrufbare – und seit heuer deutlich transparenter gestaltete – Förderbericht des Landes Oberösterreich zeigt, dass die im Landtag vertretenen politischen Parteien im Land 2025 mit insgesamt rund 28,75 Millionen Euro gefördert wurden, hinzu kamen 1,51 Millionen für die Landtagsklubs. Auch die Bildungseinrichtungen der Parteien bekamen – teils aus unterschiedlichen Ressorts – großzügige Förderungen. Die folgende Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Förderung für die politischen Parteien stieg um knapp 2,9 Prozent: Die ÖVP erhielt laut Förderbericht knapp 11,54 Millionen Euro, die FPÖ gut 5,54 Millionen Euro und die SPÖ knapp 6,03 Millionen Euro. Die Grünen lukrierten 3,39 Millionen Euro, die MFG 1,34 Millionen und die Neos knapp 910.000 Euro.
1,51 Millionen für die Landtagsklubs
Die Förderung der Klubs stieg um rund 7,3 Prozent: Der ÖVP-Landtagsklub bekam demnach gut 585.000 Euro, jener der FPÖ ca. 292.500 Euro. Der SPÖ-Klub lukrierte rund 301.300 Euro, der der Grünen knapp 191.800 Euro, die MFG-Fraktion knapp 79.800 Euro und der Neos-Klub etwas weniger als 54.800 Euro. Das macht in Summe fast 1,51 Millionen Euro.
Bildungseinrichtungen der Parteien teils mehrfach gefördert
Die Bildungsakademie der Oberösterreichischen Volkspartei bekam 942.000 Euro – 2024 waren es rund 915.000 Euro – aus dem Ressort von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) für die Schulung von Gemeindefunktionärinnen und -funktionären. Die Förderung des schwarzen Thinktanks Academia Superior mit 400.000 Euro aus dem Wirtschaftsressort blieb gleich. Unter dem Strich ergibt das 1,34 Millionen. Euro (2024: 1,32 Millionen Euro) für schwarze Bildungseinrichtungen.
Die Freiheitliche Akademie erhielt knapp 368.700 Euro (2024: 360.000 Euro) für die Schulung der Gemeindefunktionäre. Die Förderung für den Arbeitskreis Attersee aus dem Bildungsressort blieb mit 105.000 Euro gleich, das Freiheitliche Bildungswerk OÖ bekam mit 249.000 Euro aber deutlich weniger als im Vorjahr (480.000 Euro). Blaue Bildungseinrichtungen lukrierten damit insgesamt 0,72 Millionen Euro (2024: 0,94 Millionen Euro).
Plus für rote, Minus für grüne Bildungseinrichtungen
Unter dem Titel der Schulung von Gemeindefunktionären erhielten der rote GemeindevertreterInnenverband etwas über 570.000 Euro, die Grüne Bildungswerkstatt knapp 198.000 Euro, die MFG Akademie und das Neos-Lab je rund 60.000 Euro. Aus dem Bildungsressort (Volksbildung) wurde zudem das Marie Jahoda/Otto Bauer Institut der SPÖ mit 82.000 Euro bedacht und die Grüne Bildungswerkstatt mit weiteren 189.000 Euro. Unterm Strich hieß das für die roten Bildungseinrichtungen rund 652.000 Euro, ein Plus von rund 44.000 Euro. Für die Grünen summieren sich die Förderungen auf 387.000 Euro – ein Minus von rund 11.000 Euro. Die Zuwendungen für Neos- und MFG-Einrichtungen stagnierten.
Unter dem Titel “Förderung von Jugendvereinen” bekam die Junge ÖVP 400.000 Euro, die Freiheitliche Jugend 75.000 Euro, die Sozialistische Jugend 155.000 Euro, die Grüne Jugend knapp 62.000 Euro und die Junos erhielten 18.000 Euro. Der schwarze Seniorenbund lukrierte 655.500 Euro, der oberösterreichische Seniorenring 287.500 Euro, der rote Pensionistenverband 396.750 Euro und die Grünen – Generation plus OÖ bekamen 55.200 Euro.

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