Während die SPÖ aufs Tempo drückt, treten ÖVP und NEOS offenbar auf die Bremse. Das Ergebnis: Österreich droht die wichtige EU-Frist am 7. Juni zu verpassen. Pikant: Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) hatte eigentlich versprochen, schon heuer einen Gesetzesentwurf vorzulegen. Doch bis heute fehlt selbst ein konkreter Entwurf.

Widerstand in der Koalition

Hinter den Kulissen kracht es offenbar gewaltig. Die SPÖ und Frauenorganisationen machen Druck und fordern rasche Regeln, damit Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit endlich fair bezahlt werden. Aus Wirtschaftskreisen und Teilen der Koalition kommt dagegen Widerstand. Kritiker warnen vor zusätzlicher Bürokratie, neuen Berichtspflichten und wachsendem Aufwand für Unternehmen, hieß es in der Presse.

„…in der finalen Abstimmung“

Aus dem Arbeitsministerium heißt es: Die Umsetzung sei ein komplexes Vorhaben, das eine sorgfältige Abstimmung mit den Sozialpartnern erfordere. Derzeit befinde man sich in der finalen Abstimmung. Im Mittelpunkt stehe dabei eine „richtlinienkonforme und zugleich praxistaugliche Umsetzung unter Nutzung der vorhandenen nationalen Spielräume“.

Mitten im politischen Tauziehen

Auch Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) mischte sich bereits ein und stellte klar: Es gehe nicht darum, Gehälter nach unten anzugleichen – sondern endlich faire Bezahlung sicherzustellen. Fest steht: Während andere EU-Länder längst an ihren Gesetzen arbeiten, steckt Österreich noch mitten im politischen Tauziehen. Die große Frage bleibt: Wann kommt endlich Transparenz aufs Gehaltskonto?