Der spanische Hollywood-Star Javier Bardem hat bei den Filmfestspielen in Cannes die Machthaber Donald Trump, Wladimir Putin und Benjamin Netanyahu scharf angegriffen. Der Oscar-Preisträger (“No Country For Old Men”) zog bei der Pressekonferenz zu “El ser querido” (“The Beloved”) eine direkte Linie zwischen “toxischer Männlichkeit” und den aktuellen Kriegen in der Welt.

Das psychologische Drama von Rodrigo Sorogoyen handelt von einem exzentrischen Regisseur (Bardem), der seine Tochter (Vicky Luengo) nach vielen Jahren wieder trifft und sie für einen Filmdreh engagiert. Das Werk zeigt eine konfliktreiche Vater-Tochter-Beziehung.

Bardem erklärte bereits zuvor in einem Interview mit Variety, seine Figur stehe exemplarisch für “toxische Männlichkeitsbilder” – also laut ihm ein Rollenverständnis, in dem Männer sich als überlegen, kontrollierend und als treibende Kraft begreifen.

Von Frauenmord zu Krieg

Bardem, 57, verwies auf die Situation in seiner Heimat Spanien, wo monatlich durchschnittlich zwei Frauen von ihren Ex-Partnern getötet werden. Von dort zog er eine direkte Linie zu geopolitischen Konflikten: Trump, Putin und Netanyahu verkörperten dasselbe „männlich-toxische Verhalten”, das „Tausende Tote” verursache.

Gewalt gegen Frauen resultiere laut Bardem oft daraus, dass Männer glaubten, Frauen zu besitzen oder über sie verfügen zu können. Die drei Staatschefs würden dasselbe Muster verkörpern: Männer, die nach dem Motto aufträten “Mein Schwanz ist größer als deiner, und ich werde euch in Grund und Boden bomben”, wie er es wörtlich beschrieb.

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