Bereits im vergangenen Jahr war der Festspiel-Empfang des Außenministeriums in die Kritik geraten. Medienberichten zufolge beliefen sich die Kosten auf rund 15.000 Euro. Das Außenministerium begründete die Veranstaltung damals damit, ein internationales diplomatisches Publikum, Wirtschaftsvertreter und Kulturschaffende miteinander zu vernetzen. Die Räumlichkeiten seien kostenlos zur Verfügung gestellt worden.

Opposition fordert Aufklärung

Mit einer parlamentarischen Anfrage an Außenministerin Meinl-Reisinger will FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer nun sämtliche Kosten des diesjährigen Empfangs in Erfahrung bringen. Er verlangt unter anderem Auskunft über Ausgaben für Catering, Sicherheitsmaßnahmen, Reise- und Nächtigungskosten sowie den Einsatz von Ministeriumsmitarbeitern. Auch mögliche Aufträge an externe PR-Agenturen oder Eventdienstleister sollen offengelegt werden.

Mölzer kritisiert, öffentliche Gelder würden für einen repräsentativen Empfang eingesetzt, während die Bevölkerung sparen müsse. Zudem stellt er den diplomatischen Nutzen der Veranstaltung infrage und fordert eine vollständige Transparenz über den Mitteleinsatz.

Vorwurf der politischen Inszenierung

Der freiheitliche Kultursprecher wirft der Außenministerin außerdem vor, die Salzburger Festspiele für politische Imagepflege zu nutzen. Die Festspiele seien ein internationales Aushängeschild Österreichs und müssten ihre überparteiliche Rolle bewahren. Mit der parlamentarischen Anfrage soll nun geklärt werden, welche Kosten der Empfang heuer tatsächlich verursacht und welche personellen Ressourcen des Außenministeriums dafür eingesetzt werden.