Themen sind demnach „Wirtschafts- und Handelsfragen von beiderseitigem Interesse”.
US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte das Treffen auf der Online-Plattform X. Demnach will er noch am Dienstag mit Japans Regierungschefin Sanae Takaichi in Tokio über die beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen sprechen. Am Mittwoch wolle er für das Treffen mit He einen Zwischenstopp in Seoul einlegen und anschließend zum Treffen von Trump und Staats- und Parteichef Xi Jinping weiterreisen. Trump will von Mittwoch bis Freitag nach China reisen.
Trump am Mittwoch in China
Trump wird am Mittwoch in China erwartet. Die Gespräche der Staatschefs der beiden größten Volkswirtschaften sind für Donnerstag und Freitag angesetzt. Es ist das erste persönliche Treffen der beiden seit mehr als sechs Monaten und Trumps erster Besuch in China seit 2017.
Ziel ist es, die durch Handelsstreitigkeiten, den Krieg der USA und Israels mit dem Iran sowie andere Konflikte belasteten Beziehungen zu stabilisieren. Laut US-Regierungsvertretern sollen Foren zur Erleichterung von gegenseitigem Handel und Investitionen vereinbart werden. Pläne für einen Handels- und einen Investitionsrat könnten demnach formell bekannt gegeben werden. Zudem wird erwartet, dass China den Kauf von Boeing-Flugzeugen sowie von US-Agrar- und Energieprodukten ankündigt. Ein weiteres Thema ist die Verlängerung eines Abkommens, das den Export von Seltenen Erden aus China in die USA sichert.
Iran, Taiwan und Rüstungskontrolle
Auch heikle geopolitische Themen stehen auf der Agenda. So drängt Trump China, seinen Einfluss auf den Iran zu nutzen, um den Konflikt zu beenden, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann. Zudem übt die US-Regierung Druck auf Peking wegen dessen Beziehungen zu Russland aus. Auch der Status von Taiwan birgt Konfliktpotenzial. Die USA sind der wichtigste internationale Unterstützer und Waffenlieferant der demokratisch regierten Insel, die Peking als eigenes Territorium beansprucht.
Die US-Regierung macht sich zudem Sorgen über die Entwicklung fortschrittlicher Modelle zur Künstlichen Intelligenz (KI) in China. Sie möchte das Treffen nutzen, um über die Einrichtung eines Kommunikationskanals für KI-Fragen zu sprechen und so Konflikte zu vermeiden. Beim Thema Atomwaffen zeigt sich Peking den US-Angaben zufolge jedoch zurückhaltend und hat derzeit kein Interesse an Gesprächen über Rüstungskontrolle.
Trump und Xi waren zuletzt im Oktober in Südkorea zusammengetroffen. Damals einigten sie sich auf eine Pause in ihrem Handelsstreit, der von hohen US-Zöllen und chinesischen Drohungen mit Exportbeschränkungen für Seltene Erden geprägt war. Im Februar hatte der Oberste Gerichtshof der USA geurteilt, dass Trump nicht befugt sei, viele seiner weltweiten Importzölle zu verhängen. Der Präsident kündigte an, einige der Abgaben über andere rechtliche Wege wieder einzuführen. Eigentlich wollte Trump bereits früher nach China reisen, hatte die Reise dann aber verschoben – mutmaßlich auch wegen des Iran-Kriegs.

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