Mit einer markigen Botschaft auf seiner Social-Media-Plattform machte Trump die Ankündigung persönlich öffentlich.

Für den 9. und 10. September ist in Dallas im Bundesstaat Texas erstmals ein eigener Parteitag ausschließlich für die Zwischenwahlen geplant. Solche Großveranstaltungen finden normalerweise nur in Jahren mit Präsidentschaftswahlen statt.

Trump versprach seinen Anhängern bereits jetzt einen “fantastischen” Parteitag.

Kampf um die Mehrheit beginnt

Für die Republikaner steht bei den Kongresswahlen viel auf dem Spiel. Die Partei kämpft darum, ihre Mehrheit im Kongress zu verteidigen – ein Ziel, das angesichts der politischen Stimmung alles andere als selbstverständlich ist.

Innerhalb der Partei wächst die Sorge, dass Unsicherheiten rund um die Wirtschaft sowie Trumps umstrittene Entscheidung für den Militäreinsatz gegen den Iran Wähler kosten könnten.

Hinzu kommt ein historischer Trend: Die Partei des amtierenden Präsidenten verliert bei den ersten Zwischenwahlen traditionell häufig Sitze im Kongress.

Trump will persönlich einheizen

Nach Informationen aus Parteikreisen will Trump beim Sonderparteitag selbst die Hauptrede halten und seine “Make America Great Again”-Bewegung auf den Wahlkampf einschwören.

Die Veranstaltung soll vor allem konservative Wähler motivieren, im November an die Wahlurnen zu gehen.

Dass der Parteitag ausgerechnet in Texas stattfindet, ist kein Zufall.

Der Bundesstaat gilt als republikanische Hochburg, dennoch stehen dort wichtige politische Weichenstellungen bevor. Besonders im Mittelpunkt steht das Rennen um einen Senatssitz.

Trump hatte sich dabei deutlich auf die Seite des texanischen Generalstaatsanwalts Ken Paxton gestellt und damit den langjährigen republikanischen Senator John Cornyn politisch unter Druck gesetzt.

Im November trifft Paxton auf den demokratischen Herausforderer James Talarico – ein Duell, das weit über Texas hinaus mit Spannung verfolgt wird.

Signal für den Wahlkampf

Mit dem ungewöhnlichen Sonderparteitag will Trump frühzeitig den Startschuss für den entscheidenden Wahlkampf geben.

Ob die neue Strategie den Republikanern tatsächlich hilft, ihre Mehrheit im Kongress zu verteidigen, wird sich im November zeigen. Schon jetzt ist jedoch klar: Der politische Schlagabtausch in den USA geht in die nächste Runde.