Während die Freiheitlichen von der Unzufriedenheit vieler Wähler profitieren, tritt die Regierungskoalition weiter auf der Stelle. Die ÖVP von Bundeskanzler Christian Stocker bleibt mit 22 Prozent zwar stabil auf Platz zwei, kann aus dem jüngst beschlossenen Sparbudget aber keinen politischen Nutzen ziehen.
Druck auf die SPÖ wächst weiter
Ganz anders die SPÖ: Die Sozialdemokraten rutschen in der Unique-Research-Umfrage auf nur noch 18 Prozent ab und liegen damit laut heute.at sogar unter ihrem ohnehin schwachen Ergebnis bei der Nationalratswahl 2024. Besonders problematisch für die Roten: Parteichef Andreas Babler scheint selbst bei den eigenen Anhängern nicht voll zu überzeugen. In einer fiktiven Kanzler-Direktwahl würden deutlich weniger SPÖ-Wähler Babler unterstützen als FPÖ-Wähler ihren Parteichef Kickl oder ÖVP-Anhänger den Kanzler. Der Druck auf die SPÖ-Führung wächst damit weiter.
Grüne liegen vor den NEOS
Von der Schwäche der Sozialdemokraten profitieren vor allem die Grünen. Mit 11 Prozent legen sie zu und setzen sich wieder klar vor die NEOS. Meinungsforscher sprechen von einer Stimmungslage, die von Frust und Enttäuschung geprägt sei – und genau davon profitiere derzeit vor allem eine Partei: die FPÖ. Sollten die Freiheitlichen dieses Niveau bei einer Nationalratswahl halten, hätten sie sogar ein sogenanntes „Verfassungsdrittel“ in Reichweite. Damit könnten sie bei wichtigen Entscheidungen mit Zweidrittelmehrheit zu einem entscheidenden Machtfaktor werden. Für Herbert Kickl kommt der Umfrage-Höhenflug damit genau zum richtigen Zeitpunkt.

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