Laut der von Meinungsforscher Peter Hajek für die Kleine Zeitung durchgeführten Erhebung kommt die KPÖ derzeit auf 28 bis 36 Prozent. Damit liegt die Partei der amtierenden Bürgermeisterin deutlich vor allen Konkurrenten. Die ÖVP mit Spitzenkandidat Kurt Hohensinner folgt abgeschlagen auf Platz zwei und erreicht laut Umfrage zwischen 19 und 25 Prozent. Die FPÖ würde mit zwölf bis 18 Prozent den dritten Rang belegen. Dahinter liefern sich Grüne, SPÖ und NEOS ein enges Rennen. Die Grünen kommen auf neun bis 15 Prozent, SPÖ und NEOS liegen jeweils zwischen sieben und elf Prozent.

Dominanz auch in der Bürgermeister-Frage

Noch deutlicher fällt das Bild bei einer fiktiven Direktwahl des Bürgermeisters aus. Hier zeigt sich die enorme Popularität der Grazer Stadtchefin. 39 Prozent der Befragten würden ihre Stimme direkt für Elke Kahr abgeben. Ihr stärkster Herausforderer Kurt Hohensinner kommt lediglich auf 18 Prozent – nicht einmal halb so viel.

Kommunisten als Kuriosum

Für die KPÖ ist das eine Bestätigung ihres Kurses. Seit der sensationellen Machtübernahme 2021 gilt Graz als politische Ausnahmeerscheinung in Österreich. Während die Kommunisten bundesweit kaum eine Rolle spielen, regieren sie in der steirischen Landeshauptstadt erfolgreich und profitieren weiterhin von hohen Sympathiewerten. Noch sind es drei Wochen bis zur Entscheidung. Die Umfrage zeigt aber klar: Wer Bürgermeisterin Kahr aus dem Rathaus verdrängen will, braucht in den kommenden Tagen ein kleines politisches Wunder.

Politischer Mitbewerb kämpft um jede Stimme

Für die ÖVP geht es nun darum, den Rückstand zumindest zu verkürzen. Die FPÖ hofft auf Platz drei, während Grüne, SPÖ und NEOS um jede Stimme kämpfen. Eines scheint derzeit jedoch festzustehen: In Graz führt auch kurz vor der Wahl kaum ein Weg an Elke Kahr vorbei. Die KPÖ-Chefin steuert laut Umfrage auf den nächsten großen Wahlerfolg zu.