„Ich kann nicht atmen!“: Die ungeheuerliche Causa des 18-jährigen britischen Studenten Henry Nowak, der im Dezember von einem Sikh ermordet wurde, erschüttert Menschen rund um den Globus. Dank Videos ist die Wahrheit nun ans Licht gekommen: Die Beamten glaubten dem Täter, der meinte, das Opfer habe ihn rassistisch beleidigt.
Am 3. Dezember 2025 wurde der 18-jährige Brite Henry Nowak von einem 23-jährigen Sikh niedergestochen.
Der Fall ist erst Anfang Juni – dank Elon Musks Plattform „X“ – ans Licht gekommen, da das ungeheure Video dort Verbreitung fand. Zeitungen berichteten davor nicht von dem schrecklichen Verbrechen.
Polizei glaubte Lügen des Täters
Das veröffentlichte Bodycam-Video der Beamten zeigt deutlich, wie Nowak, an inneren Blutungen leidend, zusammengekauert am Boden liegt, mehrfach „I can’t breathe“ („Ich kann nicht atmen“) und „I’ve been stabbed“ („Ich wurde abgestochen“) röchelt, die Beamten ihm aber nicht glauben (der exxpress berichtete). Stattdessen legen sie Handschellen um seine weißen, blutleeren Hände. Der Hintergrund: Der Täter mit Migrationshintergrund sagte den Polizisten, der junge Student habe ihn rassistisch beleidigt und angegriffen. Die Beamten glaubten also dem Täter, während das Opfer verstarb.

Täter zu lebenslanger Haft verurteilt
Eine Geschworenenjury in der südenglischen Hafenstadt Southampton widerlegte diese Aussage am vergangenen Donnerstag – knapp ein halbes Jahr nach der Tat. Der Messerstecher wurde für schuldig befunden, Nowak mit einem zeremoniellen Dolch getötet zu haben, berichtet die deutsche Wochenzeitung Die Zeit. Die Staatsanwaltschaft zeichnete das Bild eines Mannes, der bereits seit seinem zwölften Lebensjahr eine obsessive Faszination für Messer gehegt hatte und umgeben von einem regelrechten Waffenarsenal geschlafen haben soll. Der Täter erhält eine lebenslange Haftstrafe, gegen die anwesenden Beamten wird noch ermittelt.
Europäischer George-Floyd-Moment
Der Fall ist die europäische Version des George-Floyd-Vorfalls im Mai 2020. Mit dem Unterschied, dass Nowak weiß, kein Straftäter und Drogensüchtiger wie Floyd war. Und: Es gab bisher keine Massenproteste für den jungen Briten Henry Nowak.
Auf „X“ gehen unterdes die Wogen hoch. Nutzer aus der ganzen Welt zeigen sich geschockt über den Vorfall. Auch österreichische und deutsche Stimmen melden sich zu Wort.
FPÖ-Krauss: „#alllivesmatter“
FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss postet das besagte Video auf seinem Account und postet #alllivesmatter („Alle Leben zählen“) darüber.Auch der Kommunikationsberater Heimo Lepuschitz, bekannt aus verschiedenen österreichischen Talkshow-Formaten, teilt das schreckliche Video. „Unfassbar.“ Schreibt er dazu.Exxpress-Kolumnist und Politologe Ralph Schöllhammer schreibt: „Wann hat die britische Polizei das britische Volk zuletzt tatsächlich beschützt, anstatt für jeden den Rücken freizuhalten, der kein Brite ist?“.
Nigel Farage prangert Rassismus gegen Weiße an
Internationale „X“-Nutzer sind entrüstet. Viele fordern etwa die Abschiebung der Familie des Täters oder die Einführung der Todesstrafe in Großbritannien. Wieder andere fragen sich, wo der große (linke) Aufschrei und die Demonstrationen bleiben, wie es damals beim Fall „George Floyd“ war.
Der Politiker Nigel Farage, Vorsitzender der rechten Partei „Reform UK“, veröffentlichte ein Video mit einer Rede. Dort sagt er: „Wir leben in einer Zweiklassengesellschaft, in der die Rechte und Privilegien von weißen Menschen weniger zählen als die ethnischer Minderheiten.“ Dann klagt Farage die Masseneinwanderung der vergangenen 20 Jahre nach Großbritannien an, bei der zehn Millionen Migranten ins Land gekommen seien.

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