„Diesen Satz habe ich so nicht gesagt“
„Das war der Stand damals, der heute aber wieder anders ist“, erklärte Holzleitner knapp– die Politikerin ließ aber offen, was nun tatsächlich gilt. Auch bei einem besonders brisanten Vorwurf ging die Ministerin auf Distanz. Uniko-Präsidentin Brigitte Hütter hatte berichtet, Holzleitner habe gesagt, Wissenschaft sei kein Schwerpunkt der Regierung. Die Ministerin konterte: „Diesen Satz habe ich so nicht gesagt.“
„Plus“ versprochen – aber welches?
Konkrete Zahlen? Fehlanzeige. Statt Klarheit gab es viele Ausweichmanöver. Erst nach mehrmaligem Nachfragen versprach Holzleitner zumindest ein „Plus“ für die Unis. Wie hoch dieses ausfallen soll, blieb allerdings offen. Die Universitäten selbst sprechen von einem Bedarf von rund 18 Milliarden Euro, um Inflation und steigende Kosten abzufedern.
Kein Kommentar zu möglichen Schließungen
Auch die Sorge vor dem Aus für kleine Studienrichtungen steht im Raum. Die Ministerin wollte mögliche Schließungen zwar nicht kommentieren, warnte aber davor, nur auf Studentenzahlen zu schauen. Selbst exotische Fächer wie Byzantinistik hätten international Bedeutung, meinte sie.
Nein zu Studiengebühren
Klare Worte fand Holzleitner hingegen bei den Studiengebühren: Die lehnte sie entschieden ab. In Zeiten hoher Lebenshaltungskosten wären zusätzliche Gebühren „ein negatives Signal“. Auch wenn Fachhochschulen, an denen viel mehr Arbeiterkinder studieren, Gebühren verlangen. Es würde um soziale Durchmischung gehen, sagte Holzleitner. „“Und die müsse früher ansetzen, bereits in der Schule.“ Immerhin: Dieses Statement bedeutete ein Ausrufe- unter vielen Fragezeichen.

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