Stein des Anstoßes sind ein umstrittenes Nasheed sowie eine viel diskutierte Zeigefinger-Geste. Der Betroffene weist alle Vorwürfe zurück und spricht von „Rufschädigung“.
Aufregung um ein Social-Media-Posting eines Wiener Schülervertreters: Ein Funktionär der AKS Wien sowie Mitglied der Wiener Landesschülervertretung gerät wegen eines mittlerweile gelöschten Videos in die Kritik. Die „Aktion kritischer Schüler“ (AKS) ist eine österreichische Schülerorganisation und Vorfeldorganisation der SPÖ. Schuponews berichtete darüber.
Konkret geht es um ein Video, in dem im Hintergrund ein Nasheed zu hören gewesen sein soll, das im Internet wiederholt mit Osama bin Laden und der Tora-Bora-Thematik in Verbindung gebracht wird. Tora Bora gilt als ehemaliges Rückzugsgebiet der Terrororganisation Al-Kaida in Afghanistan. Kritiker sehen deshalb einen möglichen Bezug zu islamistischer Propaganda.
Zusätzlich ist der Schülerfunktionär darin mit erhobenem Zeigefinger zu sehen. Die sogenannte Tauhid-Geste wird im Islam als Symbol für den Glauben an die Einheit Gottes verwendet, wurde in der Vergangenheit aber auch von islamistischen Gruppen wie dem „Islamischen Staat“ propagandistisch genutzt.
Betroffener weist Vorwürfe zurück
Der betroffene Schülervertreter weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einem öffentlichen Instagram-Kommentar erklärt er, er habe den verwendeten Sound über Instagram-Trends gefunden und die politische Bedeutung dahinter nicht gekannt. Nachdem er darauf aufmerksam gemacht worden sei, habe er das Video gelöscht. Zugleich betont er, sich „von jeglichem Extremismus“ zu distanzieren.

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