Ausgangspunkt war ein Beitrag des NEOS-Nationalratsabgeordneten Yannick Shetty, der die von der SPÖ geforderte Erbschaftssteuer kritisiert und vor Belastungen für die Mitte der Gesellschaft warnt.
SPÖ reagiert
SPÖ-Nationalratsabgeordnete Julia Herr widerspricht dieser Darstellung in einem eigenen Video deutlich. Sie verweist auf Zahlen zu Erbschaften in Österreich: Ein Viertel aller Erbschaften liege demnach unter 4.000 Euro, die Hälfte unter 20.000 Euro. Erbschaften von über einer Million Euro würden hingegen das oberste Prozent ausmachen.
Genau ab dieser Schwelle soll laut Herr auch das SPÖ-Modell greifen. Besteuert würden demnach nur Erbschaften über 1.000.000 Euro, bei Eigenheimen erst ab 1.500.000 Euro. Die SPÖ-Politikerin argumentiert daher, dass die Steuer „nur Millionäre und Millionärinnen“ treffen würde – nicht aber die breite Mitte der Gesellschaft.
Antwort auf Antwort - Weitere NEOS-Reaktion
NEOS legten daraufhin mit einem weiteren Video nach. Darin argumentiert Sophie Wotschke, dass Österreich bereits heute ein Hochsteuerland sei und zusätzliche Vermögens- oder Erbschaftssteuern den Standort weiter belasten würden. Sie warnt, dass neue Steuern gerade für Unternehmer und vermögende Personen Anreize schaffen könnten, Kapital und Betriebe ins Ausland zu verlagern. Als Beispiel nennt sie Norwegen, wo eine solche Entwicklung nach Einführung entsprechender Steuern zu beobachten gewesen sei. Aus Sicht der NEOS brauche Österreich daher keine neuen Steuern, sondern eine kleinere Verwaltung und einen effizienteren Staat.

Kommentare
Lädt Kommentare...