Gratis-Kondome an der Spitze

Das Verhütungs-Volksbegehren erreichte insgesamt 59.971 Stimmen. In diese Zahl fließen sowohl die bereits vorab abgegebenen Unterstützungserklärungen als auch die während der Eintragungswoche vom 15. bis 22. Juni abgegebenen Stimmen ein berichtet die krone.at.

Ziel der Initiative ist ein kostenloser Zugang zu Verhütungsmitteln wie Kondomen oder der Pille.

Den zweiten Platz belegte das Volksbegehren für einen allgemeinen Karfreitags-Feiertag. Dafür sprachen sich 49.026 Menschen aus.

Die Initiative fordert, dass der Karfreitag künftig wieder für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als gesetzlicher Feiertag gilt.

Auf Rang drei landete das von sozialdemokratischen Gewerkschaftern unterstützte Volksbegehren für mehr Personal bei der Polizei. Es erreichte 40.134 Stimmen.

Knapp dahinter folgte das Volksbegehren „Transparenz im Parlament“ mit 38.837 Unterstützungen. Die Initiative fordert, dass die bereits vorhandene elektronische Abstimmungsanlage im Nationalrat künftig tatsächlich genutzt wird und Abstimmungen nachvollziehbarer werden.

Wahlpflicht fand wenig Zustimmung

Das geringste Interesse verzeichnete das Volksbegehren zur Einführung einer Wahlpflicht bei Nationalrats- und Bundespräsidentenwahlen. Es kam auf 27.071 Stimmen.

Keines der fünf Volksbegehren schaffte die Marke von 100.000 Unterstützungen. Diese Schwelle ist erforderlich, damit sich der Nationalrat verpflichtend mit einem Volksbegehren befassen muss.

Insgesamt waren laut Innenministerium 6.319.990 Personen stimmberechtigt. Die Unterstützung war sowohl in Eintragungslokalen als auch online mittels elektronischer Signatur möglich. Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich zunächst um vorläufige Ergebnisse. Die Bundeswahlbehörde wird die endgültigen Resultate nach Prüfung möglicher Berichtigungen in ihrer Sitzung Mitte Juli bekannt geben.