Insgesamt kamen Vertreter von 65 Staaten und Organisationen zusammen, um die internationale Hilfe für den Gazastreifen zu koordinieren. Das Ziel: Die katastrophale humanitäre Lage der Zivilbevölkerung zu lindern und den Wiederaufbau der durch den Krieg massiv zerstörten Infrastruktur voranzutreiben, schreibt die Jüdische Allgemeine.

Wasser, Strom und Krankenhäuser

Das Geld soll vor allem für die Grundversorgung der Bevölkerung eingesetzt werden. Geplant sind der Wiederaufbau von Wasser- und Sanitäranlagen, die Beseitigung gewaltiger Mengen an Trümmern und Müll sowie die Wiederherstellung von Krankenhäusern, Energieversorgung, Landwirtschaft und Ernährungssystemen. Bei der Konferenz saßen auch der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mohammed Mustafa, und erstmals Ali Shaath, der Vorsitzende der Übergangsverwaltung in Gaza, mit am Tisch. Für den von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen sogenannten Friedensrat nahm zudem der frühere bulgarische Minister und heutige UN-Nahost-Koordinator Nikolaj Mladenow teil.

EU knüpft Hilfe an Reformen

Doch die europäischen Millionen sollen nicht ohne Bedingungen fließen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas stellte klar, dass die weitere Unterstützung an Reformen der Palästinensischen Autonomiebehörde geknüpft sei. Die EU zählt bereits seit Jahrzehnten zu den größten Geldgebern für die Palästinenser. Seit 1994 wurden nach eigenen Angaben fast 30 Milliarden Euro an Hilfsgeldern bereitgestellt.