„Wenn wir immer älter werden, dann muss sich klarerweise auch etwas verändern“, sagt Korosec. Wer später ins Berufsleben einsteigt, könnte demnach auch länger arbeiten müssen. Entscheidend soll künftig nicht mehr allein das Lebensalter sein, sondern wie viele Jahre jemand tatsächlich gearbeitet und in das Pensions

Pension später - aber nach Berufsjahren

Ob jemand nach 40, 42 oder 45 Beitragsjahren in Pension gehen kann, müsse politisch entschieden werden, meint Korosec. Auch eine schrittweise Anhebung des Pensionsantrittsalters entsprechend der steigenden Lebenserwartung könne sie sich vorstellen. Denkbar wäre etwa, das Antrittsalter alle paar Jahre um ein oder zwei Monate zu erhöhen. Über diesen Vorschlag werde innerhalb der ÖVP bereits diskutiert.

In dieser Legislaturperiode rechnet Korosec allerdings noch nicht mit einer Umsetzung. Spätestens ab 2030 werde die Politik das Thema ihrer Ansicht nach aber nicht mehr vermeiden können.

FPÖ schießt gegen Korosec

Heftige Kritik kommt von der FPÖ. Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch warnt davor, die arbeitende Bevölkerung mit einer solchen Debatte zu verunsichern. Unabhängig davon, ob das Antrittsalter an das Alter oder an die Beitragsjahre gekoppelt werde, laufe alles auf dasselbe hinaus: Die Menschen müssten länger arbeiten. Statt neuer Belastungen solle freiwilliges längeres Arbeiten attraktiver gemacht werden.

Ganz anders sehen das die NEOS. Deren Jugendorganisation fordert sogar ein schnelleres Vorgehen und hält es für falsch, die Debatte erst auf das Jahr 2030 zu verschieben.

Korosec: Bei Pensionen darf nicht weiter gekürzt werden

Gleichzeitig macht die Seniorenbund-Chefin klar, dass Pensionisten aus ihrer Sicht bei den Anpassungen nicht weiter belastet werden dürfen. Ab 2029 müsse es wieder eine volle Inflationsabgeltung geben. Die ältere Generation habe in den vergangenen Jahren bereits einen erheblichen Beitrag zur Budgetsanierung geleistet. Weitere Einschnitte seien für sie nicht akzeptabel.