Trump hatte geplante Militärschläge gegen den Iran auf Bitten der Golfstaaten vorerst abgeblasen und von ernsthaften Verhandlungen gesprochen. Teheran dankt es ihm auf seine Art: Das iranische Parlament arbeitet an einem Gesetzesentwurf mit dem Titel „Gegenmaßnahmen der Militär- und Sicherheitskräfte der Islamischen Republik” – und der hat es in sich. Wie die Jerusalem Post berichtet, soll darin ein Kopfgeld von 50 Millionen Euro auf Trump ausgesetzt werden. Hintergrund ist die Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei durch US- und israelische Angriffe im Februar sowie die Eliminierung von Sicherheitsratsgeneralsekretär Ali Larijani im März.

Auch Netanjahu und US-General auf der Todesliste

Trump ist nicht das einzige Ziel. Auch auf Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sollen 50 Millionen Euro ausgesetzt werden. Dazu steht Admiral Brad Cooper, Kommandeur des United States Central Command, auf der iranischen Todesliste – er gilt dem Regime als absolutes Feindbild.

Im iranischen Staatsfernsehen ließ Ebrahim Azizi, Vorsitzender der iranischen Kommission für nationale Sicherheit, keinen Zweifel an den Absichten: „Wir sind der Ansicht, dass der abscheuliche Präsident der Vereinigten Staaten, der unheilvolle und schändliche zionistische Premierminister sowie der CENTCOM-Kommandeur ins Visier genommen und Vergeltungsmaßnahmen unterzogen werden müssen. Das ist unser Recht.”

„Verheerende Reaktion" angedroht

Iranischer Parlamentsabgeordneter und schiitischer Geistlicher Mahmoud Nabavian bestätigte die bevorstehende Abstimmung und warnte gleichzeitig vor den Konsequenzen weiterer Angriffe auf die iranische Führung. Sollte der neue Obermullah Modschtaba Chamenei bedroht werden, werde Irans Reaktion „verheerend” sein. Die Lage bleibt damit trotz Trumps Gesprächsangeboten extrem angespannt – Teheran scheint auf Konfrontation zu setzen.