Die Zahlen sind beeindruckend: Allein im ersten Halbjahr 2026 zog der Zoll am Flughafen Wien rund drei Tonnen frisches Obst, Gemüse, Pflanzen und Schnittblumen aus dem Verkehr.

Besonders häufig betroffen waren Reisende aus der Türkei, Ägypten, Thailand und Vietnam.Vor allem exotische Früchte wie Mangos oder Zitrusfrüchte landeten immer wieder im Koffer – und schließlich beim Zoll. Was viele Urlauber nicht wissen: Aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums dürfen zahlreiche tierische Produkte gar nicht eingeführt werden.

Dazu zählen unter anderem Honig, Fleisch und viele andere Lebensmittel.

Auch Pflanzen, Samen oder lebende Tiere können zur Gefahr für Österreichs Natur werden.

Milliarden-Schäden durch eingeschleppte Arten

Minister Totschnig warnte eindringlich vor den Folgen.

Mitgebrachte Pflanzen oder Tiere könnten gefährliche Schädlinge und Krankheiten einschleppen und Landwirtschaft sowie Wälder massiv gefährden.

Invasive Arten verursachen laut EU bereits heute Schäden von rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr – etwa durch Ernteausfälle oder den verstärkten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Wer gegen die Einfuhrbestimmungen verstößt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen.

Je nach Vergehen drohen Verwaltungsstrafen, Entsorgungskosten oder sogar strafrechtliche Folgen.

Barbara Eibinger-Miedl appelliert deshalb an alle Urlauber, sich noch vor der Heimreise genau über die geltenden Vorschriften zu informieren.

Warane und 150 tote Seepferdchen entdeckt

Immer wieder machen Zöllner auch spektakuläre Funde.

Allein heuer wurden am Flughafen Wien unter anderem sieben lebende Warane sowie 150 tote Seepferdchen sichergestellt.

Auch Souvenirs aus geschützten Tierarten – etwa Polster aus Tierfellen oder Gegenstände aus Schlangenleder – sind streng verboten. Verbotene Lebensmittel und Pflanzen werden nach der Beschlagnahmung vernichtet.

Lebende Tiere hingegen werden zunächst von Amtstierärzten untersucht. Viele von ihnen finden anschließend im Tiergarten Schönbrunn oder in anderen geeigneten Einrichtungen ein neues Zuhause.

Die Botschaft der Behörden ist klar: Wer sich vor dem Urlaub informiert, erspart sich bei der Heimreise unangenehme Überraschungen – und schützt gleichzeitig Natur, Landwirtschaft und Artenvielfalt.