Konkret geht es um die Privatnutzung von Elektro-Dienstautos. Bisher waren diese vollständig von der Sachbezugssteuer befreit – ein klarer Anreiz für Unternehmen und Mitarbeiter. Genau diese Begünstigung will die Regierung nun streichen, berichtet die Krone.

Versteckte Mehrbelastung für E-Auto-Fahrer

Offiziell bleibt zwar eine gewisse steuerliche Besserstellung gegenüber Verbrennern bestehen. Faktisch bedeutet die Änderung aber eine neue Belastung. In Regierungskreisen wird offen eingeräumt, dass dadurch zusätzliche Einnahmen generiert werden sollen: 75 Millionen Euro im Jahr 2027 und sogar 160 Millionen Euro im Jahr darauf.

Das Gesamtpaket des Budgets umfasst rund fünf Milliarden Euro – mehr als die Hälfte davon soll über neue Abgaben hereinkommen. Kritiker sprechen deshalb von einer schleichenden Steuererhöhung, die vor allem jene trifft, die bereits investiert haben.

Scharfer Gegenwind aus Wirtschaft und Politik

Die Kritik lässt nicht lange auf sich warten. Die Grünen sehen in der Maßnahme einen „Frontalangriff auf die Verkehrswende“ und sprechen von einem „klimapolitischen Offenbarungseid der Bundesregierung“.

Auch aus der Branche kommen deutliche Warnungen. „Für Unternehmen ist die bestehende Regelung ein wichtiges Signal an Verlässlichkeit und Investitionssicherheit“, erklärt Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, gegenüber der Kleinen Zeitung. Änderungen würden Unsicherheit schaffen und Investitionen bremsen.