Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus nehmen weiter zu – doch nun sorgt ein Bericht über „Kamikaze-Delfine“ für Gelächter in Washington. Laut dem „Wall Street Journal“ soll Teheran demnach den Einsatz militärisch trainierter Delfine prüfen, die mit Minen beladen feindliche Schiffe attackieren könnten.

Im Pentagon konnte man sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Generalstabschef Dan Caine verglich die Berichte bei einer Pressekonferenz spöttisch mit „Haien mit Laserstrahlen“ – eine offensichtliche Anspielung auf die James-Bond-Parodie „Austin Powers“. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth legte nach: „Ich kann nicht bestätigen oder dementieren, ob wir Kamikaze-Delfine haben. Aber ich kann bestätigen, dass sie keine haben.“

BBC-Bericht über russischen Delfintrainer

Völlig aus der Luft gegriffen sind die Berichte allerdings nicht. Bereits im Jahr 2000 berichtete die BBC über einen russischen Delfintrainer, der ehemals sowjetische Militärdelfine an den Iran verkauft haben soll. Die Tiere seien zuvor darauf trainiert worden, Kriegsschiffe und Kampfschwimmer anzugreifen. Berichten zufolge konnten die Delfine sogar Minen transportieren, die beim Aufprall detonierten.

Die bizarre Debatte fällt in eine hochgefährliche Phase des Konflikts. Die USA eskortieren derzeit Tanker durch die strategisch wichtige Straße von Hormus, nachdem die Region zuletzt mehrfach unter Beschuss geraten war. Der Iran droht offen mit Minen, Raketen, Drohnen und Schnellbooten.