New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdani ist bekennender Moslem. Bei seiner Amtseinführung am ersten Jänner 2026 legte er als erster Bürgermeister des Big Apples den Amtseid mit der Hand auf dem Koran ab.
Jetzt kursiert ein Ausschnitt auf der Plattform „X“ aus seiner Rede vom ersten interreligiösen Gebetsfrühstück, das am sechsten Februar in der New York Public Library stattfand.
Zitate aus Bibel, hinduistischen und buddhistischen Texten
Kern der Rede Mamdanis ist der Schutz von Migranten und New Yorks als „Sanctuary City” (Zufluchtsstadt). Mamdani rahmt dieses politische Anliegen als moralisch-religiöse Verpflichtung: die Aufforderung, „den Fremden zu lieben” und für ihn einzustehen. Dieses Motiv des „Fremden” zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Rede. Er zitiert aus den biblischen Büchern Deuteronomium und Exodus (Gott schützt Waise, Witwe und Fremden), aus der hinduistischen Bhagavad Gita (alle Lebewesen als gleich sehen), buddhistische Lehren (Befreiung von Begierde, Hass, Unwissenheit), ein Wort von Martin Luther King sowie aus seinem eigenen muslimischen Glauben. Dem Islam gibt er in seiner Rede viel Raum.
Franz Schellhorn, Chef der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria teilt den besagten Ausschnitt auf „X“ und findet dazu drastische Worte: „Das muss man sich anhören: Der Bürgermeister von New York wirbt offen für die Islamisierung der Gesellschaft.“
Mamdani: Islam sei auf Migration aufgebaut
„Ich betrachte meinen eigenen Glauben, den Islam, als eine Religion, die auf der Erzählung der Migration aufgebaut ist. Die Geschichte der Hidschra erinnert uns daran, dass der Prophet Mohammed ebenfalls ein Fremder war – einer, der aus Mekka floh und in Medina willkommen geheißen wurde“, erzählt der Bürgermeister in dem Ausschnitt, der auf „X“ kursiert.
Dann zitiert er eine Sure aus dem Koran. Dort heißt es: „Und diejenigen, die um Gottes willen ausgewandert sind, nachdem ihnen Unrecht zugefügt wurde – ihnen werden Wir im Diesseits gewiss einen guten (Wohn)sitz geben; (…)“.
Mohammed: Zuerst friedlich, dann kriegerisch
Mit diesen Beispielen will Mamdani wohl unterstreichen, wie fremdenfreundlich jede Religion ist – und will dadurch an das Gewissen der etwa 400 Teilnehmer appellieren, dass das Aufnehmen tausender Asylsuchender ein göttliches Gebot sei.
Das Herauspicken einzelner Verse, wie in dem Fall die Sure, ist allerdings meist gefährlich, weil wichtiges Hintergrundwissen oft verloren geht. Mamdani erwähnt die Geschichte der Hidschra, die im Kontext der von ihm zitierten Sure steht.

In Medina breitet sich der Islam aus
Die Geschichte handelt von der Auswanderung des Propheten Mohammed und seiner frühen Anhänger von Mekka nach Medina. Sie ist eines der zentralen Ereignisse der islamischen Frühgeschichte.
In Mekka herrschte damals, um ungefähr 600 nach Christus, Polytheismus. Mohammeds neue Lehre des Islams war dort nicht erwünscht. Deshalb siedelte der Prophet mit seiner jungen Gemeinde nach Medina um. Dort fasste seine monotheistische Lehre Fuß, doch nicht nur das: Er trat als vorerst friedlicher Vermittler zwischen verschiedenen verfeindeten Stämmen auf. In Medina konnte sich erstmals ein eigenständiges muslimisches Gemeinwesen (die Umma) bilden, mit Mohammed nicht nur als religiösem Verkünder, sondern auch als politischem, gesellschaftlichem und militärischem Führer.
Einige Jahre später führte er etwa Kriege gegen Mekka und überfiel Karawanen, die von dort kamen. Auch gegenüber den jüdischen Stämmen, die in Medina angesiedelt waren, trat er feindlich auf. Die anfänglich vertraglichen Beziehungen zu den jüdischen Stämmen endeten in Gewalt: Vertreibung der Banu Qaynuqa und Banu Nadir und – nach islamischer Überlieferung – die Tötung der Männer der Banu Qurayza nach der Grabenschlacht.
Die Geschichte beschreibt Vorgehen des politischen Islams
Die Geschichte beschreibt die Vorgehensweise des politischen Islams. Solange Islamisten in der Minderheit sind, agieren sie friedlich und berufen sich auf staatliche Grundrechte (Glaubens- und Gewissensfreiheit, Meinungsfreiheit, etc.), die auch ihnen zustehen. Doch sobald sie in der Mehrzahl, daher überlegen sind, wollen sie die Scharia durchsetzen – wenn nötig, mit gewaltsamen Mitteln. Dann kennen sie kein Pardon mehr gegenüber anderen religiösen Gruppen.
Mamdani fährt fort: „Wenn der Glaube uns den moralischen Kompass gibt, an der Seite der Fremden zu stehen, dann kann die Regierung die Mittel bereitstellen. Lasst uns eine neue Erwartung an das Rathaus schaffen – eine, in der Macht darauf ausgerichtet ist, zu lieben, zu umarmen, zu schützen. Wir werden heute an der Seite des Fremden stehen.”
Gesetz gegen Einwanderungsbehörde ICE
Ein großer Teil der Rede ist eine scharfe Anklage gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. Mamdani wirft maskierten Agenten vor, mit Steuergeldern bezahlt die Verfassung zu verletzen und „Terror” über die Nachbarn zu bringen. Dann unterzeichnet der Bürgermeister die „Executive Order 13“. Diese untersagt ICE-Agenten in der Stadt New York den Zugang zu städtischem Eigentum (Schulen, Krankenhäuser, Unterkünfte) ohne richterlichen Beschluss und soll die Daten der Einwohner vor dem Zugriff der Bundesbehörden schützen soll.
Darüber hinaus startete Mamdani eine „Know Your Rights“ („Kenne Deine Rechte“)-Kampagne mit rund 32.000 Broschüren in zehn Sprachen, die über die Rechte bei einem Zusammentreffen mit ICE aufklären. Die bei dem Frühstück anwesenden Glaubensführer ruft er auf, diese Broschüre in ihren Gemeinden zu verteilen.
„Tauhid-Finger“ während Fastenbrechen in Rathaus
Mamdani scheint den Islam bewusst zu fördern. Am 12. März veranstaltete der Bürgermeister erstmals ein offizielles Ramadan-Fastenbrechen im historischen New Yorker Rathaus. (der
Is Gruss Bei Gebet Im Rathaus Immer Mehr Terror Skandale Um New York Buergermeister
berichtete)
Nach dem Iftar wurden Gebetsteppiche ausgerollt, mehrere Teilnehmer verrichteten gemeinsam das Gebet – mit dem Bürgermeister mittendrin. Ein Moment aus einem Video sorgte für Schlagzeilen: Während des Gebets hebte ein Mann den Zeigefinger. Die sogenannte „Tauhid-Geste“ wird von dschihadistischen Gruppen wie dem „Islamischen Staat“ häufig als Symbol verwendet.

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