Ein eigentlich harmloser Instagram-Post der NEOS hat eine hitzige Debatte im Netz ausgelöst. NEOS-Politiker Yannick Shetty bewarb unter dem Motto „Red’ ma über Politik – in deiner Gemeinde!” eine neue Österreich-Tour. Dazu veröffentlichte er einen Slide, der lediglich vier Bundesländer zeigte – Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten.
Der ÖVP-Parlamentsklub ließ sich diese Vorlage nicht entgehen und konterte prompt mit einem spöttischen Instagram-Kommentar: „Lieber Yannick, nur ein Tipp: Österreich hat neun, nicht vier Bundesländer.”

Damit war die Diskussion aber nicht beendet – im Gegenteil. NEOS-Politikerin Sophie Wotschke schaltete sich ein und kritisierte die ÖVP scharf: Statt inhaltlicher Arbeit beschäftige sich die Regierungspartei lieber mit Social-Media-Sticheleien. Außerdem wies sie darauf hin, dass hinter dem ÖVP-Posting ein einzelner Abgeordneter stecke – einer von 51 –, während die NEOS mit nur 18 Mandataren deutlich schlanker aufgestellt seien.

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Die Auseinandersetzung wurde dann in den Kommentaren weitergeführt: Der Wiener ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß etwa stellte die inhaltliche Arbeit der NEOS infrage und schrieb: „Statt sinnvolle Maßnahmen voranzutreiben, kommen von euch nur Sharepics und Videos gegen eure Koalitionspartner.“ Zugleich verwies er auf die größere Zahl an Mandataren seiner Partei: „Bei uns kümmern sich die 51 Abgeordneten auch um mehr Wähler als bei euch“, schrieb er augenzwinkernd weiter. Auch weitere ÖVP-Mitglieder kommentierten.

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NEOS-Abgeordnete Fabienne Lackner legte daraufhin mit einem Seitenhieb auf die Kommunikationsstrategie der ÖVP nach. „Die Shares von deinem Genseng schon gesehen? Wenn alle vor der eigenen Haustüre kehren, ist die Straße auch sauber”, schrieb sie in einem Kommentar des Wiener ÖVP-Kommunikationschefs Patrick Gasselich.

Auch aus anderen Parteien kam Resonanz. Der grüne Abgeordnete Süleyman Zorba mischte sich etwa mit einer spitzen Frage ein: „Brauchts Mediation in der Regierungskoalition?”.

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„Schön zu sehen, dass sich die Regierungsparteien so gut vertragen“

Die Diskussion verlagerte sich damit zunehmend in die Kommentarspalten, wo Nutzer die Kommunikation der Parteien teils kritisch begleiteten. „Macht doch bitte einfach eure Arbeit, für die Österreich euch gewählt hat”, meinte eine Userin. „Schön zu sehen, dass sich die Regierungsparteien so gut vertragen”, heißt es zudem sarkastisch.

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