Tatsächlich hat die Oppositionspartei TISZA bei der Parlamentswahl eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht und damit die langjährige Regierung von Viktor Orbán abgelöst. Der bisherige Premier räumte seine Niederlage ein.

Magyar gilt als EU-Freund

Meinl-Reisinger verknüpft den Wahlausgang unmittelbar mit geopolitischen Erwartungen. Sie spricht von einem Kurswechsel „weg von Korruption und russischer Einflussnahme, hin zu konstruktiver Zusammenarbeit“. Gleichzeitig kündigt sie an, die Beziehungen zu Ungarn neu gestalten zu wollen.

Auch innerhalb der EU wurde der Machtwechsel genau beobachtet. Magyar gilt als Befürworter der Europäischen Union. Ob die Erwartungen der EU vom neuen Kurs in Budapest erfüllt werden, bleibt jedoch abzuwarten.