Auslöser der Debatte ist eine Rechnung an Sponsoren, die offiziell von der SPÖ Lanzenkirchen im Bezirk Wr. Neustadt ausgestellt worden sein soll. Darin wurden die Spender aufgefordert, ihre Beiträge auf ein Konto der Ortspartei zu überweisen. Ein anonymer Gemeinde-Insider äußerte daraufhin den Verdacht, dass mit dem ARBÖ-Kettcar-Rennen möglicherweise die Parteikasse der SPÖ gefüllt worden sein könnte.

Vorwürfe zurückgewiesen

Die SPÖ weist die Vorwürfe zurück. Bezirksvorsitzende Michaela Binder wollte anonyme Anschuldigungen laut heute.atnicht kommentieren und verwies stattdessen auf andere politische Themen. Auch der Lanzenkirchner SPÖ-Chef Michael Kleinrath gab vorerst keine Stellungnahme ab.

„Tiefpunkt politischer Kultur“

Für die FPÖ ist das zu wenig. Bezirksparteiobmann und Nationalrat Peter Schmiedlechner spricht von einem mutmaßlichen Parteikassen-Skandal und wirft der SPÖ mangelnde Transparenz vor. Statt offene Fragen zu beantworten, werde aus seiner Sicht ausgewichen. Die Freiheitlichen verlangen nun eine vollständige Offenlegung der Geldflüsse und fordern: „Die Wahrheit muss ans Licht.“ Wer die Transparenz so vehement verweigere und berechtigte Fragen zur Parteienfinanzierung mit billiger Schmutzkübel-Politik beantworte, der würde ein klares Schuldeingeständnis abliefern , schloss Schmiedlechner ab: „Der Tiefpunkt politischer Kultur.“