Konkret sollen die zwölf Noriker und Haflinger, die beim Festumzug mitgehen, von Sachverständigen beurteilt werden. Das Gutachten soll bestätigen, dass von den Tieren keine Gefahr für Besucher ausgeht. Die Kosten von rund 9.000 Euro würde die Stadt als Veranstalter übernehmen.
Pferdezuchtverband empört
Beim Kärntner Pferdezuchtverband stößt die Idee auf völliges Unverständnis. Seit mehr als 70 Jahren würden Pferde den Kirchtagsumzug begleiten – und das völlig problemlos. Die Forderung nach einem psychologischen Gutachten sei absurd und ein weiteres Beispiel für ausufernde Bürokratie. „Das schlägt wohl jedem Fass den Boden aus”, betonen Obmann Marjan Cik und Geschäftsführerin Stefanie Wuzella via heute.at.
Die Verantwortlichen warfen der Politik vor, gelebtes Brauchtum mit immer neuen Auflagen zu erschweren und traditionsreiche Veranstaltungen unnötig zu belasten.
FPÖ schießt gegen SPÖ
Auch die FPÖ nutzt die Debatte für scharfe Kritik. Kultursprecher Wendelin Mölzer spricht von einem „Sinnbild linker Fehlentwicklungen“ und wirft der SPÖ-geführten Stadtregierung vor, sich lieber mit Pferde-Psychologen als mit den Sorgen der Bevölkerung zu beschäftigen. Besonders kurios sei, dass beim weltberühmten Münchner Oktoberfest lediglich tierärztliche Kontrollen vorgeschrieben seien. Ein psychologisches Eignungsgutachten für jedes Pferd gebe es dort nicht.
Sicherheitskonzept sorgt für Diskussion
Die umstrittene Maßnahme ist Teil eines neuen Sicherheitskonzepts für den 81. Villacher Kirchtag. Dieses sieht unter anderem auch Fahrverbote und Maßnahmen zur Verringerung von Brandlasten vor. In der Pferde-Causa legte Mölzer nochmals nach: „Dieser linke Verbotswahn muss sofort gestoppt werden. Unsere Pferde gehören zum Kirchtagsumzug und zwar ohne psychologisches Profiling.”

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