Nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien im WM-Finale haben tausende argentinische Fans ihrer Nationalmannschaft in Buenos Aires einen emotionalen Empfang bereitet. Trotz strömenden Regens und winterlicher Temperaturen säumten sie die Straßen und warteten auf ihre Helden. Die größte Attraktion blieb allerdings aus: Kapitän Lionel Messi war nicht mit der Mannschaft zurückgekehrt.

Mehrere argentinische Medien berichten, dass der 39-Jährige nach dem Endspiel in New Jersey zunächst nach Miami gereist sei. Von dort aus soll er in den kommenden Tagen in seine Heimatstadt Rosario weiterfliegen, um einige freie Tage zu verbringen. Für viele Fans, die vor allem auf einen Blick auf den Weltstar gehofft hatten, war das Fernbleiben eine zusätzliche Enttäuschung.

Roter Teppich und Regimentskapelle

Die übrige Mannschaft von Teamchef Lionel Scaloni wurde am Flughafen dennoch feierlich empfangen. Ein roter Teppich, militärische Ehren und eine Regimentskapelle sorgten für einen würdigen Rahmen. Gespielt wurde auch die Kult-Hymne „Muchachos, Ahora Nos Volvimos a Ilusionar“, die spätestens seit dem WM-Triumph 2022 zu einem Symbol des argentinischen Fußballs geworden ist.

Präsident Milei blieb fern

Politisch hielt man sich diesmal bewusst im Hintergrund. Präsident Javier Milei verzichtete auf eine Teilnahme am Empfang und betonte bereits im Vorfeld, dass der sportliche Anlass nicht für politische Zwecke genutzt werden solle. Auch die zwischenzeitlich diskutierte Ausrufung eines Feiertags wurde letztlich nicht umgesetzt. Insgesamt fiel der Empfang nach der verpassten Titelverteidigung deutlich zurückhaltender aus als noch nach dem WM-Sieg vor vier Jahren.