Das Viertelfinale der Fußball-WM zwischen Frankreich und Marokko sorgt bereits vor dem Anpfiff für Aufregung. Grund dafür ist die Schiedsrichter-Ansetzung der FIFA: Erstmals in der Geschichte einer Weltmeisterschaft stammt das gesamte Offiziellen-Team aus demselben Land.

Die Begegnung in Foxborough, dem Stadion der New England Patriots, wird von einem rein argentinischen Gespann geleitet. Als Hauptschiedsrichter fungiert Facundo Tello. Unterstützt wird er von den Assistenten Juan Pablo Belatti und Gabriel Chade. Dario Herrera ist als vierter Offizieller im Einsatz, Cristian Navarro übernimmt die Rolle des Ersatzschiedsrichters.

Entscheidung sorgt für Ärger

Besonders in Frankreich sorgt diese Entscheidung für Ärger. Zwischen Argentinien und Frankreich entwickelte sich in den vergangenen Jahren eine der größten sportlichen Rivalitäten im internationalen Fußball. Die Franzosen warfen die „Albiceleste“ bei der WM 2018 im Achtelfinale aus dem Turnier, ehe sich Argentinien vier Jahre später im legendären WM-Finale von Katar nach Elfmeterschießen revanchierte. Auch bei dieser WM könnte es erneut zu diesem Final-Kracher kommen.

Kritiker sehen deshalb zumindest den Anschein eines möglichen Interessenkonflikts. Zwar gibt es keinerlei Hinweise auf eine Befangenheit der Unparteiischen, dennoch sorgt die Entscheidung der FIFA wegen der sportlichen Rivalität und eines möglichen direkten Duells beider Nationen für Diskussionen.