Die Autoren zeichnen ein düsteres Bild: Besuchern könne die Einreise „willkürlich verweigert“ werden, zudem drohten Kontrollen von Smartphones und Social-Media-Profilen. Auch von „zunehmendem Autoritarismus und steigender Gewalt“ ist die Rede.

Besonders drastisch fallen die geschilderten Szenarien aus: Von möglichen Festnahmen bis hin zu angeblich problematischen Zuständen in Gewahrsamseinrichtungen. Selbst Touristen mit gültigen Dokumenten seien laut Bericht nicht automatisch auf der sicheren Seite.

Kritik: „Politische Taktik“

In den USA stößt dieser Ton auf deutlichen Widerstand. Vertreter der Tourismusbranche werfen den Organisationen vor, mit überzogenen Darstellungen Ängste zu schüren. Geoff Freeman von der U.S. Travel Association hält die Warnungen für wirtschaftlich schädlich.

„Die Vorstellung, dass der Besuch Amerikas ein bedeutendes Sicherheitsrisiko darstellt, ist keine gut gemeinte Warnung, sondern eine politische Taktik“, sagt er. Gerade im Vorfeld eines Mega-Events wie der WM sei ein solcher Leitfaden besonders heikel.

FIFA beschwichtigt

Auch von offizieller Seite wird relativiert. Die FIFA betont ihre Verpflichtung: „Die FIFA verpflichtet sich, alle international anerkannten Menschenrechte zu respektieren“. Gleichzeitig verweist die US-Regierung auf vereinfachte Visa-Verfahren für Fans.

Die Weltmeisterschaft soll Millionen Besucher anziehen und wirtschaftliche Impulse bringen. Ob der Ratgeber von Amnesty International daran etwas ändert, bleibt offen.