Der rumänische Fußball trauert um Mircea Lucescu. Der langjährige Teamchef ist im Alter von 80 Jahren verstorben, wie der nationale Verband sowie ein Krankenhaus in Budapest bestätigten. Verbandspräsident Razvan Burleanu sprach von einem „schwarzen Tag für Rumänien und den Weltfußball“.

Lucescu war erst kürzlich nach dem Scheitern in den WM-Playoffs gegen die Türkei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der erfahrene Coach litt unter Herzproblemen und erlitt Berichten zufolge einen Herzinfarkt, von dem er sich nicht mehr erholte. Kurz zuvor hatte er bereits seinen Rücktritt erklärt.

Der als „Il Luce“ bekannte Trainer galt als prägende Figur des rumänischen Fußballs. „Er war nicht nur Trainer, sondern ein Lebenslehrer für ganze Spielergenerationen“, betonte Burleanu. Auch die Nationalmannschaft würdigte ihn in einem emotionalen Nachruf als Persönlichkeit, die den Fußball als Lebensstil verstand.

Acht Meisterschaften mit Shakhtar Donetsk

Lucescu betreute die rumänische Nationalelf bereits in den 1980er-Jahren und kehrte 2024 noch einmal auf die Trainerbank zurück. International machte er sich vor allem bei Shakhtar Donetsk einen Namen, wo er zwischen 2004 und 2016 zahlreiche Titel gewann, darunter acht Meisterschaften und den UEFA Cup 2009.

Auch bei Topklubs wie Galatasaray, Inter Mailand oder Zenit St. Petersburg hinterließ er Spuren. Mit seinem Tod verliert der Fußball eine seiner prägendsten Trainerpersönlichkeiten.