Es war eine der kuriosesten Statistiken der Fußball-WM-Geschichte – und sie hielt mehr als zwei Jahrzehnte lang. Immer wenn Japan die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft erreichte, wurde am Ende genau jene Mannschaft Weltmeister, die den Bezwinger der Japaner aus dem Turnier warf.
Der Rückblick zeigt, warum das Kuriosum für so viel Aufsehen sorgte: 2002 scheiterte Japan im Achtelfinale an der Türkei. Brasilien eliminierte anschließend die Türken und wurde Weltmeister. 2010 verlor Japan gegen Paraguay, das im Viertelfinale Spanien unterlag. Die Spanier holten danach erstmals den WM-Titel.

2018 warf Belgien die Japaner aus dem Bewerb, ehe Frankreich die Belgier im Halbfinale besiegte und später den Pokal gewann. 2022 scheiterte Japan an Kroatien. Argentinien stoppte anschließend die Kroaten und krönte sich zum Weltmeister.
England beendet Serie
Bei der WM 2026 schien sich dieses außergewöhnliche Muster zunächst erneut fortzusetzen. Japan unterlag in der ersten K.o.-Runde Brasilien. Anschließend warf Norwegen die Brasilianer aus dem Turnier – und wurde damit plötzlich zum heimlichen Titelkandidaten der Statistik-Fans.
Doch im Viertelfinale war Schluss. England setzte sich gegen Norwegen durch und beendete damit die Serie.
Wichtig dabei: Die Statistik galt nur für Turniere, bei denen Japan tatsächlich die K.o.-Phase erreichte. 2006 und 2014 war für die Japaner bereits nach der Gruppenphase Schluss.

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