Damit löste der Tiroler auch sein Versprechen ein, das er Präsident Dietmar Riegler anlässlich dessen 60. Geburtstag am Morgen des Spieltags gegeben hat. “Ich habe ihm geschrieben, dass wir heute zu hundert Prozent gewinnen. Während des Spiels war ich zwar ein wenig unsicher, ob ich das Versprechen einlösen kann. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass wir noch ein Tor machen”, erzählte Silberberger. Die Situation bleibe aber weiterhin kritisch. “Außer dem Geburtstag unseres Präsidenten haben wir noch keinen Grund zum Feiern.”

Pink: "Eines der wichtigsten Tore meiner Karriere"

Zum Erlöser des WAC avancierte Markus Pink mit seinem Treffer in der 84. Minute. Jener Mann, dem nach einem Anfang Februar erlittenen Innenbandriss im Knie viele das vorzeitige Saisonende prophezeit hatten. Die Reha verlief schneller als erwartet, womit Pink den Kärntnern mit “einem der wichtigsten Tore meiner Karriere” drei elementar wichtige Punkte bescherte. Seine Mannschaft sieht er für das Finale im Abstiegskampf gerüstet: “Heute haben alle gesehen, dass einer für den anderen lebt und arbeitet.”

Einen Punkt liegen die weiter letztplatzierten Wolfsberger hinter dem GAK und Blau-Weiß Linz. Auch die WSG Tirol und Altach, der nächste Gegner des WAC, sind noch nicht gerettet. “Es folgen jetzt nur noch direkte Duelle um den Abstieg. Nächste Woche wollen wir Altach wieder mit ins Boot holen”, blickte Silberberger voraus.

In Graz spitzt sich die Lage indes weiter zu. Nach vier sieglosen Spielen befindet sich der GAK laut Ferdinand Feldhofer “schärfer denn je” im Abstiegskampf. “Das war so keinesfalls geplant. Ich finde, dass wir die aktivere Mannschaft waren und das Spiel unter Kontrolle hatten. Das Tor entsteht dann aus einer unglücklichen Situation. Ein extrem bitterer Moment”, meinte der Trainer. Bitter auch, weil Assistgeber Fabian Wohlmuth nach einem harten Einsteigen gegen Ramiz Harakate nach Ansicht Feldhofers nicht mehr am Platz hätte stehen dürfen. “Es ist katastrophal, dass das keine Rote Karte ist.”