Der mittlerweile 38-jährige Superstar zeigte einmal mehr, warum er als einer der größten Fußballer aller Zeiten gilt. Genau 20 Jahre nach seinem ersten WM-Tor ließ Messi die Zeit stillstehen und führte den Titelverteidiger praktisch im Alleingang zum Sieg.
Standing Ovations für den kleinen Größten
Schon früh deutete der Weltmeister seine Klasse an, ehe Messi in der 17. Minute mit einem satten Distanzschuss die Führung erzielte. Algeriens Torhüter Luca Zidane machte dabei keine glückliche Figur. Danach dominierte Argentinien das Geschehen nach Belieben. Auch nach der Pause blieb die große Bühne dem achtfachen Weltfußballer vorbehalten. Zunächst staubte Messi nach einem Torwartfehler zum 2:0 ab (60.), ehe er mit seinem dritten Treffer in der 76. Minute den Deckel endgültig draufmachte. Standing Ovations begleiteten ihn wenig später bei seiner Auswechslung.
Klose-Rekord eingestellt, Österreich im Visier
Neben dem Traumstart stellte Messi auch einen historischen Rekord ein: Mit nun 16 WM-Toren zog er mit Deutschlands Miroslav Klose gleich und ist damit gemeinsam WM-Rekordtorschütze. Für Algerien gab es gegen den entfesselten Weltmeister nichts zu holen. Besonders bitter: Die Nordafrikaner brachten während der gesamten Partie keinen einzigen Schuss auf das argentinische Tor. Während in Argentinien bereits vom nächsten WM-Triumph geträumt wird, richtet sich der Blick nun auf Montag. Dann kommt es in der ÖFB-Gruppe zum Kracher zwischen Österreich und Messi & Co. Nach dieser Gala dürfte klar sein: Auf die rot-weiß-rote Elf wartet eine Mammutaufgabe. Messi hat zum WM-Start jedenfalls eine unmissverständliche Botschaft an die Konkurrenz gesendet: Der Fußball-Magier ist noch lange nicht fertig.
Frankreich legt Trauma ab
Und auch Frankreich, das gegen Argentinien 2022 im WM-Finale in Katar verloren hatte, durfte zum WM-Start jubeln – und dabei endlich mit einem alten Trauma abrechnen! 24 Jahre nach der legendären 0:1-Blamage gegen Senegal bei der WM 2002 gelang den „Bleus“ die späte Revanche. Vor mehr als 80.000 Fans im MetLife Stadium tat sich der Vizeweltmeister lange schwer, ehe Superstar Kylian Mbappé mit einem Doppelpack den 3:1-Erfolg perfekt machte. Damit verhinderten die Franzosen einen Fehlstart wie einst in Südkorea und Japan, als die Titelverteidiger nach der sensationellen Auftaktpleite gegen Senegal sogar schon in der Gruppenphase ausschieden.
Mbappé performte
Lange sah es allerdings danach aus, als könnte Senegal den großen Favoriten erneut ärgern. Die Afrikaner vergaben mehrere gute Chancen, Frankreich fand erst nach der Pause ins Spiel. Mbappé erlöste sein Team mit dem Führungstor in der 66. Minute, Bradley Barcola erhöhte auf 2:0. Zwar verkürzte Senegal in der Nachspielzeit noch einmal, doch Mbappé setzte praktisch im Gegenzug mit einem Traumtor aus rund 30 Metern den Schlusspunkt. Die Revanche für die „böse WM-Watschn“ von 2002 war damit perfekt – und Frankreichs Titeltraum lebt.

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