Der ehemalige Stürmerstar fand bewegende Worte: „Ich habe ihm wie einem Vater vertraut.“ Fani hatte sich mit spektakulären Spielertransfers – darunter Hans Krankl zum FC Barcelona und Herbert „Schneckerl“ Prohaska zu Inter Mailand – einen Namen gemacht. Nach seinem Tod folgte jedoch das böse Erwachen. Vom Geld zahlreicher Klienten fehlt bis heute jede Spur, das angebliche Immobilien-Imperium in Miami, Dubrovnik oder der Karibik soll sich weitgehend als Luftschloss entpuppt haben.
Letzte Worte waren knapp
Polster erzählte nun im ORF, dass er Fani nur wenige Tage vor dessen Tod noch um die Rückzahlung seines Geldes gebeten hatte. „Zehn Tage vor seinem Tod habe ich ihm geschrieben, ich möchte das Geld zurückhaben. Dann bekam ich noch eine kurze Antwort – und kurz darauf ist er gestorben.“ Ob Fani ein schlechtes Gewissen hatte, bleibt offen.
Es geht um mehr als 27 Millionen Euro
Fix ist: Die Dimensionen des Falls sind enorm. Im Insolvenzverfahren wurden bisher mehr als 27 Millionen Euro an Forderungen angemeldet, gerichtlich anerkannt sind bereits 14,7 Millionen Euro. Der Verdacht steht im Raum, dass Vermögenswerte beiseitegeschafft worden sein könnten.
Zwölf Prozent Zinsen als Lockmittel?
Polster ist nicht das einzige mutmaßliche Opfer. Zwei weitere Anleger berichten, Fani insgesamt 520.000 Euro geliehen zu haben – angelockt mit versprochenen zwölf Prozent Zinsen. Das Geld sei verschwunden. Auch ein bekannter Sportjournalist zählt zu den Geschädigten und sagt: „Wir sind fast genial hinters Licht geführt worden.“
Geschädigten blüht eine lange Wartezeit
Während die Masseverwalterin noch vorhandene Immobilien und Firmenbeteiligungen verwertet, dürfte sich das Insolvenzverfahren am Wiener Handelsgericht noch über Jahre ziehen. Für Toni Polster und viele weitere Betroffene bleibt vorerst vor allem die bittere Erkenntnis: Das Vertrauen in ihren einstigen Freund und Berater könnte sie Millionen gekostet haben.

Kommentare
Lädt Kommentare...