Maldini hatte seinen Rückzug bereits angekündigt, falls Pirlo nicht den Trainerposten erhält. Genau das ist nun eingetreten. Auch der frühere Brasilien-Star Leonardo, der den Verband beraten hatte, soll seine Tätigkeit beenden.

Zweite Legende gab den Ausschlag

Pirlo, der als Aktiver 2006 Weltmeister geworden war,  galt zuletzt als Favorit auf den Trainerjob der “Squadra Azzurra”. Doch wegen seiner Zusammenarbeit mit dem russischen Wettanbieter Fonbet geriet Pirlo in die Kritik und verlor offenbar das Vertrauen des Verbandes. Der exxpress berichtete.

Der 47-Jährige zeigte sich darüber tief enttäuscht. Über Instagram erklärte er, erst in der Nacht erfahren zu haben, dass er nicht mehr als Kandidat für das Nationalteam infrage komme. Gleichzeitig betonte er, seine Zusammenarbeit mit dem Wettanbieter sei ausschließlich kommerzieller Natur gewesen und habe nichts mit politischen Themen zu tun.

Verband sucht gleich zwei neue Spitzenkräfte

Für den italienischen Fußballverband wird die Situation damit immer prekärer. Nachdem zuvor bereits Wunschkandidaten wie Pep Guardiola und Carlo Ancelotti abgesagt hatten, steht die FIGC nun nicht nur ohne neuen Nationaltrainer da – sondern offenbar auch ohne Technischen Direktor. Als möglicher Trainer wird nun wieder Roberto Mancini gehandelt. Für den frei gewordenen Posten des Technischen Direktors soll Ex-Kapitän Giorgio Chiellini im Gespräch sein. Beim vierfachen Weltmeister herrscht wenige Wochen vor den nächsten Aufgaben weiter Chaos an der Spitze.