Die Gruppierung, die dem Umfeld des FK Austria zugerechnet wird, sorgt seit Jahren für Schlagzeilen. Schwarze Lederjacken, einschlägige Tätowierungen und ein martialisches Auftreten gehören zum Markenzeichen der Szene. Schon seit 2022 laufen umfangreiche Ermittlungen gegen insgesamt 13 Beschuldigte. Der Verdacht: Unter dem Deckmantel einer Fangruppierung sollen rechtsextreme Ideologien verbreitet worden sein, schreibt die Krone.
Seit Jahren Hausverbot
Besonders brisant: Selbst bei der Austria sind die Männer längst unerwünscht. In der Generali Arena gilt für die Gruppe seit Jahren Hausverbot, als offizieller Fanclub wird sie bereits seit 2013 nicht mehr anerkannt. Dennoch sollen die Mitglieder weiterhin regelmäßig bei Auswärtsspielen aufgetreten sein und dort für Probleme gesorgt haben.
Lange Liste an Delikten
Die Ermittler werfen mehreren Mitgliedern eine lange Liste an Delikten vor. Die Strafregister reichen von Körperverletzung und gefährlicher Drohung bis hin zu Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Bei Hausdurchsuchungen wurden zudem zahlreiche NS-Devotionalien sichergestellt. Laut Staatsschutz besteht der Verdacht, dass Symbole und Aufnäher bewusst verwendet wurden, um nationalsozialistisches Gedankengut zu verbreiten.
Folgen weitere Verfahren?
Mit der ersten Anklage beginnt nun die juristische Aufarbeitung eines Falles, der die heimische Hooligan-Szene erschüttert. Weitere Verfahren gegen andere Mitglieder könnten folgen. Für die Behörden geht es dabei längst nicht mehr nur um Randale rund um Fußballspiele, sondern um den Verdacht auf organisierte rechtsextreme Strukturen mitten in der Fanszene.

Kommentare
Lädt Kommentare...