Nach dem 3:0-Triumph beim FK Austria Wien verwandelten tausende Fans den Vorplatz der Raiffeisen Arena in ein schwarz-weißes Tollhaus. „Doublesieger! Doublesieger!“, hallte es durch die Nacht, als die Helden von Trainer Dietmar Kühbauer zurück in die Linzer Heimat kamen.
Der Trainer am Mikro
Doch der eigentliche Star der Meisterparty? Trainer Didi Kühbauer höchstpersönlich! Als plötzlich „We Are The Champions“ aus den Lautsprechern dröhnte, schnappte sich „Don Didi“ kurzerhand das Mikro eines ORF-Reporters – und legte vor tausenden Fans eine emotionale Gesangseinlage hin. Kühbauer sang aus voller Kehle, ließ seinen Emotionen freien Lauf und wurde dafür frenetisch gefeiert.
„Der schönste Tag“
Auch auf dem Platz hatte der 55-Jährige Geschichte geschrieben: Kühbauer gehört nun zu jenem exklusiven Kreis von Fußballgrößen, die sowohl als Spieler als auch als Trainer österreichischer Meister wurden. Für Kapitän Sascha Horvath war es der „schönste Tag“ seiner Karriere. Kein Wunder: Neben der Meisterschaft holte der LASK heuer auch noch den ÖFB-Cup – das Double ist perfekt. Auch Goalgetter Sasa Kalajdzic jubelte: “Es war definitiv der richtige Schritt für mich, zum LASK zu kommen. Unfassbar, was wir gemeinsam geschafft haben. Wie es bei mir weitergeht, wird man sehen.”
Kühbauer sinniert über sein Alter
Bis tief in die Nacht wurde in Linz gefeiert, gesungen und getanzt. Und Kühbauer hatte auch noch einen Spruch parat, der die Fans zum Lachen brachte: Weitere 61 Jahre bis zum nächsten Titel? „Zum Glück war ich heute dabei – das würde ich sonst wohl nicht mehr miterleben.“
Fünf Millionen Euro fürs Play-off
Linz hebt ab – und Schwarz-Weiß schreibt Fußballgeschichte. Bald ertönt eine andere Hymne als die während den Feierlichkeiten: In Linz wird im August zum ersten Mal seit 2019 und zum zweiten Mal überhaupt die Champions-League-Hymne erklingen. Die gibt es in der Qualifikation ja nur im Play-off. Dafür spült es dem LASK fünf Millionen Euro in die Kassa. Einen ersten möglichen Gegner gibt es auch: den schottischen Meister Celtic Glasgow.

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