Nach schwacher erster Halbzeit und 0:1-Rückstand durch Kaishu Sano (29.) sorgten Casemiro (56.) und Gabriel Martinelli (95.) für den Aufstieg. Nächster Gegner ist die Elfenbeinküste oder Norwegen.
Brasiliens Teamchef Carlo Ancelotti schickte eine unveränderte Elf auf das Feld, also weiter ohne den im Vorfeld verletzten Neymar. Die Selecao machte erwartungsgemäß das Spiel, ihr langsamer und ideenloser Spielaufbau brachte die bestens organisierten und disziplinierten Japaner, die mit einer Fünferkette verteidigten, aber zunächst nicht in Bedrängnis. Nach einer ereignisarmen halben Stunde ging es bei Japan schnell. Sano, einer von vier Neuen in der Startelf, fing an der Mittellinie einen Pass von Danilo ab, konnte ungehindert Richtung Strafraum ziehen und traf aus 20 Metern mit einem Flachschuss ins Eck.
Brasilien macht nach der Pause Druck
Aus der Pause kamen die Brasilianer aber wie verwandelt. Sie setzten die Japaner unter Druck und erspielten sich Chance um Chance. Einen Kopfball von Bruno Guimaraes konnte Torhüter Zion Suzuki entschärfen (52.), Casemiro traf per Kopf nur den auf der Linie postierten Takehiro Tomiyasu (54.), sein nächster Kopfball zwei Minuten später saß aber. Beinahe hätte Vinicius Junior gleich nachgelegt, bei einem Stangenschuss fehlten nur Zentimeter auf sein fünftes Turniertor (58.). Japan konnte sich kaum mehr befreien und hatte in der 86. Minute Glück, dass Schiedsrichter Maurizio Mariani bei einem Zweikampf im Strafraum kein Foul sah.
In der Nachspielzeit schaffte der Favorit aber doch noch den Siegestreffer. Der eingewechselte Martinelli traf nach idealem Pass von Guimaraes. Brasilien gewann damit auch das fünfte Duell mit einer asiatischen Mannschaft bei einer WM-Endrunde und trifft am Sonntag (22.00 Uhr) in East Rutherford/New Jersey auf den Sieger der Dienstag-Partie Elfenbeinküste gegen Norwegen. Japan muss nach seiner achten WM-Teilnahme weiter auf den ersten Sieg in einem K.o.-Spiel warten.
Polizei prüfte Drohungen im Netz
Die US-Bundespolizei FBI hat während des Spiels nach eigenen Angaben eine “im Internet kursierende Drohung” gegen die Arena geprüft. “Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte für die Glaubwürdigkeit der Drohung”, heißt es in einer FBI-Mitteilung, aus der mehrere US-Medien zitieren. Man arbeite daran, den Urheber der Drohung zu ermitteln.

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