Österreichs Fußball-Nationalteam hat sich mit einem Last-Minute-Tor von Sasa Kalajdzic ins Sechzehntelfinale der WM gerettet – und die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war riesig. Nach dem dramatischen 3:3 gegen Algerien rang selbst Teamchef Ralf Rangnick nach Worten.
„So etwas habe ich nicht mal im Entferntesten in einem Fußball-Spiel erlebt“, sagte Rangnick. Nach dem 2:3 in der Nachspielzeit habe sich bereits alles nach dem WM-Aus angefühlt. „Dass wir nochmals die Chance nutzen und ins Spiel zurückkommen, ist unfassbar. Viel besser als Hollywood kann man es nicht beschreiben“, erklärte der Teamchef. Über Fehler wollte er an diesem Abend noch nicht sprechen: „Heute ist einmal Feiern angesagt.“

Matchwinner Kalajdzic konnte sein Glück ebenfalls kaum fassen. „Ich weiß gar nicht, was passiert ist. Es ist so schnell gegangen“, sagte der Stürmer, der Österreich mit seinem Kopfball in der 96. Minute in die K.o.-Phase schoss. Besonders emotional wurde er mit einem Satz: „Ich bin froh, dass ich was beitragen konnte und die Reise noch nicht zu Ende ist.“
„Kleines Wunder“
Michael Gregoritsch sprach von einem „kleinen Wunder“ und bezeichnete seine Kopfballvorlage als den wichtigsten Assist seiner Karriere. Marko Arnautovic meinte nach dem Schlusspfiff nur: „Ich bin sprachlos.“ Trotz aller Euphorie schlug Marcel Sabitzer auch kritische Töne an: Österreich habe „teilweise unseriös“ verteidigt und zu einfache Gegentore zugelassen.
Schon am Donnerstag wartet die nächste Hammer-Aufgabe: Jetzt kommt Spanien!

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