70.649 Fans waren in die Heimstätte der Dallas Cowboys geströmt, um das Duell zwischen dem Weltmeister und der Rangnick-Elf zu sehen. Die Ausgangslage versprach ein Fußballfest: Argentinien war mit einem 3:0 gegen Algerien ins Turnier gestartet, Österreich hatte Jordanien mit 3:1 bezwungen. Schon vor dem Anpfiff sorgte die ÖFB-Startelf für Gesprächsstoff. David Alaba meldete sich rechtzeitig fit und führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Kevin Danso feierte sein WM-Debüt in der Startformation, Stefan Posch lief trotz Kieferbruchs auf. Sein Motto: „Steirerblut ist kein Himbeersaft.“ Für Marcel Sabitzer war es zudem das 100. Länderspiel.
Messi vergibt vom Punkt
Argentinien legte los wie die Feuerwehr und drückte Österreich sofort tief in die eigene Hälfte. Bereits nach sieben Minuten sorgte ein VAR-Eingriff für die erste große Aufregung. Nach einem Zweikampf zwischen Posch, Schlager und Lautaro Martinez zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Messi schnappte sich den Ball – und vergab! Der Superstar ließ die große Chance auf die frühe Führung liegen. Für Österreich war es ein Weckruf. In der Folge fand die Rangnick-Elf besser ins Spiel. Überraschungsmann Paul Wanner gefiel als Spielmacher mit mutigen Pässen und brachte immer wieder Ruhe ins österreichische Offensivspiel. Auch Sabitzer setzte offensive Akzente, während Alaba und Schlager hinten mehrfach in höchster Not retteten.
Rekord gebrochen
Doch gegen die Klasse des Weltmeisters hielt Österreich nicht dauerhaft stand. In der 38. Minute kombinierten sich die Südamerikaner sehenswert durch die ÖFB-Abwehr. Thiago Almada ließ clever für Messi durch, der Schlager verlud und eiskalt zum 1:0 einschob. Der Treffer hatte historische Bedeutung: Mit seinem 17. WM-Tor übernahm Messi die alleinige Führung in der ewigen WM-Torschützenliste.
Österreich drückt nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Österreich deutlich mutiger. Die Rangnick-Elf attackierte aggressiver und suchte den Weg nach vorne. Sabitzer sorgte mit einem gefährlichen Freistoß für die erste echte Duftmarke, doch Weltmeister-Goalie Emiliano Martinez war zur Stelle. Argentinien zog sich zunehmend zurück und konzentrierte sich darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten. Große Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Gregoritsch setzte einen Kopfball deutlich über das Tor, während Rangnick mit einem Dreifachwechsel neue Impulse setzte und Marko Arnautovic ins Spiel brachte.
Messi macht den Deckel drauf
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem Geduldsspiel. Österreich bemühte sich, Lücken in der argentinischen Defensive zu finden, doch der Weltmeister verteidigte kompromisslos. Messi ließ immer wieder seine Klasse aufblitzen und sorgte mit seinen Ballaktionen für Entlastung. So blieb die Partie bis zum Ende offen, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Österreich scheiterte letztlich am dichten Abwehrbollwerk der Südamerikaner, an einem überragenden Messi – ein ungenauer Kopfball von Wimmer (94.) besiegelte das Ende nicht, denn Messi gelang noch das 2:0 (95.). Die Niederlage fällt zwar knapp aus, geht insgesamt aber in Ordnung. Für die Rangnick-Elf lebt der Traum vom Achtelfinale dennoch weiter. Im letzten Gruppenspiel gegen Algerien soll nun der entscheidende Schritt in die K.o.-Phase gelingen. Argentinien hingegen hat dank Messi bereits sechs Punkte auf dem Konto und beste Chancen auf den Gruppensieg.

Kommentare
Lädt Kommentare...