Die Enttäuschung bei den Eidgenossen war riesig. Als klarer Favorit ins Spiel gegangen, dominierte die Schweiz über weite Strecken die Partie, brachte den Vorsprung aber nicht über die Zeit. Viele Fans machten Muheim rasch zum Hauptverantwortlichen für den Punkteverlust. Auf seinem Instagram-Profil häuften sich daraufhin wütende Kommentare und Hassnachrichten. Teilweise stammten diese offenbar von Personen, die auf einen Schweizer Sieg gewettet hatten.
Cleverness hat gefehlt
Auch innerhalb der Mannschaft war der Frust spürbar. Kapitän Granit Xhaka kritisierte nach dem Spiel fehlende Disziplin in entscheidenden Situationen. Teamchef Murat Yakin sprach von einer schmerzhaften Schlussphase und bemängelte die fehlende Cleverness seiner Mannschaft.Für Muheim kam es noch bitterer: Nach der öffentlichen Kritik zog sich der 28-Jährige auch noch eine Wadenverletzung zu und musste im Training pausieren. Dabei wollte sich der aktuell vereinslose Abwehrspieler ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft für neue Aufgaben empfehlen.
Mund abputzen und zurückschlagen
Nun steht die Schweiz bereits unter Druck. Am heutigen Donnerstag wartet das richtungsweisende Duell gegen Bosnien-Herzegowina. Nach dem Remis zum Auftakt könnten die Eidgenossen mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen. Die Bosnier reisen allerdings mit breiter Brust an: Das Team von Trainer Sergej Barbarez ist seit neun Spielen ungeschlagen und gilt als unangenehmer Gegner. Für Muheim und die Schweiz heißt es daher: Mund abputzen und zurückschlagen.

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