Besonders bemerkenswert: Scaloni räumte offen ein, dass auch die Albiceleste verwundbar sei. „Wie jede andere Mannschaft haben auch wir Schwächen. Hoffentlich wird Österreich unsere Schwächen nicht finden“, erklärte der Weltmeister-Coach vor dem Duell in Dallas. Auch Mittelfeldstar Enzo Fernandez warnte vor Rot-Weiß-Rot: Österreich sei „stark im Mittelfeld“ und könne durchaus für eine Überraschung sorgen.

Posch zurück – Messi und Co. gewarnt

Während die Argentinier vor dem ÖFB-Team Respekt zeigen, gibt es auch bei den Österreichern gute Nachrichten. Stefan Posch, der sich beim WM-Auftakt gegen Jordanien einen Kieferbruch zugezogen hatte, trainierte mit einer Spezialschiene wieder mit der Mannschaft. Ob der Verteidiger gegen Lionel Messi von Beginn an spielen kann, ließ Teamchef Rangnick noch offen. „Er musste wegen der Maske zweimal nach Los Angeles, um sie anzupassen. Wir müssen schauen, ob er wieder beginnt, oder doch erst später ins Spiel kommt“, sagte Rangnick.

Fragezeichen hinter Alaba und Arnautovic

Offen ist, ob David Alaba beginnen wird. Der musste gegen Jordanien nach 60 Minuten vom Feld. Der Oberschenkel machte Probleme, auch wenn Alaba danach kalmierte. Marko Arnautovic könnte wie in der ersten Partie frischen Wind von der Bank bringen – Rangnick ließ sich aber nicht in die Karten blicken.

„Kein Spiel ist einfach“

Die Voraussetzungen für einen Fußball-Abend der Extraklasse sind jedenfalls geschaffen. Auf der einen Seite Superstar Messi und der regierende Weltmeister, auf der anderen eine österreichische Mannschaft, die nach dem 3:1 gegen Jordanien mit breiter Brust antritt. Und wenn man den Aussagen der Argentinier Glauben schenken darf, könnte der Außenseiter Österreich gefährlicher sein, als viele erwarten. „Bei einer WM gibt es keine einfachen Spiele“, stellte Scaloni klar – und schickte damit eine deutliche Warnung an sein eigenes Team.