Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko elektrisiert Österreich deutlich stärker als das Turnier 2022 in Katar. Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts Marketagent interessieren sich 63 Prozent der Österreicher für die kommende Weltmeisterschaft – fast doppelt so viele wie vor vier Jahren, als nur 37 Prozent das Winterturnier verfolgten.
Ein wesentlicher Grund für den Stimmungsaufschwung ist die erstmalige WM-Teilnahme des ÖFB-Teams seit 1998. Entsprechend groß ist die Hoffnung auf einen erfolgreichen Auftritt der Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick. Elf Prozent der Befragten – also etwa jeder Neunte – trauen Österreich sogar den WM-Titel zu.
Mehrheit rechnet mit einem frühen Aus
Die Mehrheit rechnet allerdings mit einem früheren Ausscheiden: Ein Drittel erwartet das Aus im Achtelfinale, 19 Prozent sehen das Nationalteam im Viertelfinale scheitern. Dennoch überwiegen Stolz und Vorfreude. 32 Prozent nennen den Stolz auf die rot-weiß-rote Mannschaft als stärkste Emotion rund um die WM, 30 Prozent sprechen von großer Vorfreude.
Kritik an FIFA und den USA
Gleichzeitig bleibt die Kritik an FIFA und Gastgebern groß. 74 Prozent misstrauen dem Weltverband, insbesondere wegen wirtschaftlicher Interessen und mangelnder Transparenz. Auch die politische Lage in den USA sorgt bei vielen Fans für Skepsis: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass diese ihr Interesse an der WM beeinflusse.
Trotz aller Kritik wollen jedoch nur fünf Prozent das Turnier boykottieren. Besonders groß bleibt das Interesse an den Spielen des ÖFB-Teams: Rund drei Viertel der WM-Interessierten wollen die Partien Österreichs verfolgen.

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