Der 70-Jährige ist überzeugt, dass hinter den Kulissen gezielt daran gearbeitet wurde, seine Wahl zum FIFA-Präsidenten zu verhindern. Nun wirft er Infantino sowie mehreren ehemaligen Schweizer Justiz- und Fußballfunktionären falsche Anschuldigungen und unzulässige Einflussnahme vor. Doch damit nicht genug: Neben der Strafanzeige soll auch eine Zivilklage gegen die FIFA folgen. Platini will Schadenersatz fordern.
Machtkampf an der FIFA-Spitze
Der Konflikt reicht zurück bis ins Jahr 2015. Damals galt Platini als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von FIFA-Boss Sepp Blatter. Doch dann gerieten beide wegen einer umstrittenen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken ins Visier der Justiz. Die Affäre zerstörte Platinis FIFA-Ambitionen – am Ende übernahm ausgerechnet sein früherer Mitarbeiter Gianni Infantino die Macht im Weltverband.
Freispruch - aber die Rechnung kommt jetzt
Zwar wurden Platini und Blatter im vergangenen Jahr in einem Berufungsverfahren rechtskräftig freigesprochen. Für den Franzosen ist die Sache damit aber offenbar nicht erledigt. Mehr als zehn Jahre nach dem Skandal will er nun klären lassen, ob die Ermittlungen damals Teil eines gezielten Plans waren, um ihn aus dem Rennen um den FIFA-Thron zu drängen.
Neuer Zündstoff vor der WM
Während sich die Fußball-Welt auf die Weltmeisterschaft vorbereitet, droht der Machtkampf zwischen zwei der bekanntesten Funktionäre des Sports erneut zu eskalieren. Für FIFA-Präsident Infantino kommt die Anzeige zu einem denkbar heiklen Zeitpunkt – wenige Tage vor dem größten Fußball-Spektakel des Jahres.

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