Der Post SV ist der größte Amateursportverein in Wien und einer der größten bundesweit. Nach Jahrzehnten des Betriebs am Postsportplatz endet 2027 wie bekannt der bestehende Pachtvertrag mit der Österreichischen Post AG. Der Verein befürchtet, dass die im Sommer geplante Neuausschreibung in Bezug auf das 16-Hektar-Areal nach mehr als hundert Jahren sein Ende sein könnte.
„Rettet den Post SV“
Die Bürgerinitiative „Rettet den Post SV“, stemmt sich mit einer Petition gegen die Neuausschreibung. Über 16.000 Unterschriften haben reges Interesse erzeugt, das mittlerweile bis in die Politik reicht.
ÖVP: Stadtregierung soll handeln
Die Wiener ÖVP fordert nun von der rot-pinken Stadtregierung, dass sie „nicht länger zusehen“ dürfe, „während eine der wichtigsten Sportflächen der Stadt auf dem Spiel steht“. Man befürchtet, dass bei der Neuausschreibung andere Interessen im Vordergrund stehen könnten als sportliche.

Hoffnung auf neuen Vorstand
Florian Heiler, Mitbegründer der Initiative „Rettet den Post SV“, wies im Gespräch auf den 20. Mai hin. Dann steigt im Verein eine Generalversammung, an deren Ende ein neuer Vorstand stehen soll. „Wir wollen stimmiger und authentischer werden“, so Heiler, „das kann ein wichtiges Signal an die Stadt und auch an die Post AG sein.“ Rund 5.000 Mitglieder in 15 Sektionen – darunter etwa 2.000 Kinder und Jugendliche – schöpfen neue Hoffnung im Überlebenskampf um ihre sportliche Heimat bedeuten.
Post AG bleibt vage
Die Post AG verweist nach Anfrage darauf, dass „aktuell unter anderem an der Ausschreibung für den künftigen Betrieb der Sportstätten gearbeitet wird, welche voraussichtlich Mitte des Jahres erfolgen soll.“ Außerdem befinde man sich in den Vorbereitungen für einen geplanten Beteiligungsprozess mit Anrainern. Immerhin: Die AG erwähnte in einer vagen Projektbeschreibung vom Oktober letzten Jahres das neue Angebot einer 3-Feldhalle; dass der gemeinnützige Breitensport auch weiterhin seinen Platz auf diesem Areal finden soll; allerdings wurde auch die „Schaffung von nachhaltigem und leistbarem Wohnraum“ erwähnt. Fraglich, ob diese Infos das Zittern bei den gut 5.000 Mitgliedern mildern.

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