„Ich habe viel negatives Feedback bekommen, dass ich Transmenschen hasse. Das habe ich aber nie gesagt“, erklärte Cunningham. Ihr Anliegen sei es vielmehr, „Liebe zu zeigen“, gleichzeitig gehöre für sie aber auch „Wahrheit und Ehrlichkeit“ dazu.

Besonders wichtig sei ihr der Schutz junger Sportlerinnen: Mädchen sollten sich in Umkleidekabinen sicher fühlen und im Wettkampf nicht gegen biologische Männer antreten müssen, berichtet die New York Post.

Zwischen den politischen Fronten

Die Basketballerin wehrte sich zudem gegen politische Zuschreibungen. In sozialen Medien werde sie häufig als „MAGA Barbie“ bezeichnet – ein Etikett, das sie entschieden zurückweist.

„Ich bin irgendwo dazwischen. Ich stimme beiden Seiten in manchen Punkten zu und widerspreche ihnen in anderen“, sagte Cunningham. Ihre politischen Ansichten würden oft vereinfacht oder falsch dargestellt. Bereits 2022 hatte Cunningham für Schlagzeilen gesorgt. Damals teilte sie einen Beitrag über die ehemalige Transgender-Schwimmerin Lia Thomas und veröffentlichte anschließend eine eigene Erklärung.

Darin betonte sie, dass sie alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität unterstütze. Gleichzeitig sprach sie sich dafür aus, Wettbewerbe so zu gestalten, dass alle Beteiligten faire Chancen hätten.

Basketball bleibt im Fokus

Abseits der politischen Debatte konzentriert sich Cunningham weiterhin auf ihre sportliche Karriere. Die Guard der Indiana Fever veranstaltete zuletzt ein Basketballcamp für Mädchen der ersten bis achten Schulstufe und setzt sich damit auch für die Förderung junger Talente ein.

In ihrer zweiten Saison für Indiana erzielt sie derzeit durchschnittlich 9,4 Punkte pro Spiel bei einer Wurfquote von 48 Prozent und zählt zu den wichtigen Rotationsspielerinnen ihres Teams. Mit ihrer öffentlichen Positionierung dürfte Cunningham die Debatte um Fairness und Inklusion im Frauensport jedoch weiterhin mitprägen.