Die Aufnahmen stammen offenbar aus einem privaten Aufenthalt in der spanischen Hauptstadt. Besonders brisant: Seine Frau veröffentlichte damals Fotos vom Besuch im Estadio Santiago Bernabéu und kommentierte diese unter anderem mit begeisterten Worten über die Stadt und das Stadion.

In sozialen Medien schlugen die Bilder rasch Wellen. Bayern-Anhänger stehen den Äußerungen kritisch gegenüber – schließlich leitet der Referee nun ausgerechnet bei einem Spiel mit Beteiligung von Real Madrid das Geschehen.

Gräfe kritisiert Oliver

Auch der ehemalige Top-Schiedsrichter Manuel Gräfe meldete sich auf X zu Wort und zeigte sich irritiert. Solche Beiträge seien, selbst wenn sie harmlos gemeint sind, „zumindest ungeschickt“, ließ er wissen. Zwar betonte er, dass auch Unparteiische privat reisen und Städte mögen dürfen, doch die öffentliche Wahrnehmung spiele eine entscheidende Rolle.

Denn gerade bei Spielen dieser Größenordnung steht jede Entscheidung unter besonderer Beobachtung. Die nun aufgetauchten Bilder könnten den Druck auf den Schiedsrichter zusätzlich erhöhen – ganz unabhängig davon, wie lange sie bereits im Umlauf sind.

Oliver sorgte bereits beim Spiel zwischen Real Madrid und Juventus im Jahr 2018 für Diskussionen, als er den Königlichen einen umstrittenen Last-Minute-Elfmeter zusprach – damals noch ohne VAR-Überprüfung. Anschließend schickte er Torwart Gianluigi Buffon wegen dessen Protest mit Rot vom Feld.

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Parallelen zur Marciniak-Debatte

Die aktuelle Aufregung kommt nicht aus dem Nichts. Bereits im Halbfinale der Champions League 2024 zwischen Bayern München und Real Madrid stand ein Schiedsrichter im Zentrum der Kritik. Damals sorgte ein früher Pfiff des polnischen Referees Szymon Marciniak für große Diskussionen, weil dadurch ein mögliches Ausgleichstor von Matthijs de Ligt nicht mehr zählte – Bayern schied aus.

Kurz darauf tauchte ein Video auf, das einen Kulturbeutel von Real Madrid im Besitz des Schiedsrichters zeigte, was die Debatte weiter anheizte. Die UEFA stellte später klar, dass es sich dabei um ein übliches Geschenk handle, das nach Spielen übergeben werde. Marciniak selbst räumte seinen Fehler ein und entschuldigte sich öffentlich.