Es ist keine Muskelverletzung, wie zunächst vermutet – sondern ein Sehnenabriss. Wie der Kurier berichtet, riss bei Christoph Baumgartner die Sehne des Rectus femoris am Hüftansatz – eine im Profifußball selten vorkommende Verletzung mit langer Ausfallzeit.
Aufgrund der komplexen Verletzung reiste der 26-Jährige für die Operation extra nach Turku in Finnland. Dort wurde er von Dr. Lasse Lempainen operiert – einem der renommiertesten Sportchirurgen Europas, der unter anderem mit dem FC Barcelona, Atletico Madrid und dem AC Mailand zusammenarbeitet. Zu seinen prominenten Patienten zählen Ousmane Dembélé und Éder Militão.
Fünf Monate Pause – keine WM, Nations League & Champions League für Baumgartner
Die Folgen sind dramatisch. Laut Kurier muss Baumgartner fünf Monate pausieren – damit verpasst er nicht nur die WM in den USA, Kanada und Mexiko, sondern auch die Nations-League-Partien im Herbst.
Auch RB Leipzig muss lange auf seinen Leistungsträger verzichten, der Start in die neue Champions-League-Saison dürfte ebenfalls zu früh kommen. Für Teamchef Ralf Rangnick ist der Ausfall ein schwerer Schlag – Baumgartner war als zentrale Figur in Österreichs Offensive eingeplant.
Laimer: „Er ist nicht zu ersetzen"
Bei der ersten Pressekonferenz des ÖFB-Teams im WM-Quartier in Kalifornien fanden Baumgartners Teamkollegen deutliche Worte. „Er ist nicht zu ersetzen”, sagte Konrad Laimer. Gleichzeitig verriet der Bayern-Star eine rührende Geschichte: „Das Erste, was er nach der Verletzung gesagt hat, war, dass er unbedingt hierher kommen möchte, um die Mannschaft zu unterstützen.”
Baumgartner kämpft noch mit den Folgen der Operation – sobald er flugtauglich ist, will er aber nachreisen und das Team zumindest von der Seitenlinie unterstützen.

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