Zum Matchwinner avancierte Joker Ferran Torres, der in der 106. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Für Argentinien platzte dagegen der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung – und möglicherweise endete damit auch die große WM-Karriere von Superstar Lionel Messi.
Messi schreibt Geschichte – und geht dennoch leer aus
Der mittlerweile 39-jährige Lionel Messi stand als erster Spieler der Fußballgeschichte zum dritten Mal in einem WM-Finale in der Startelf. Nach der Finalniederlage 2014 gegen Deutschland und dem Triumph 2022 gegen Frankreich sollte diesmal der vierte Stern für Argentinien folgen.
Doch die Südamerikaner mussten sich diesmal geschlagen geben. Spanien blieb damit auch im 38. Pflichtspiel in Folge innerhalb der regulären Spielzeit ungeschlagen.
Vor 80.663 Zuschauern erwischte Spanien den besseren Start. Bereits früh musste Argentiniens Torhüter Emiliano Martínez gegen Lamine Yamal retten. Auch auf der Gegenseite hatte Messi eine gute Möglichkeit, scheiterte jedoch an Spaniens Schlussmann Unai Simón.
In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Spanien kontrollierte zwar Ball und Spielgeschehen, zwingende Torchancen blieben jedoch Mangelware.
Martínez hält Argentinien lange im Rennen
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Spanien den Druck deutlich. Dani Olmo, Pedri, Ferran Torres, Pau Cubarsí und Aymeric Laporte scheiterten jedoch immer wieder am überragenden Emiliano Martínez, der seine Mannschaft mit zahlreichen Glanzparaden im Spiel hielt.
Für zusätzliche Spannung sorgte die Gelb-Rote Karte gegen Enzo Fernández kurz nach Beginn der Verlängerung. Argentinien musste die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 106. Minute. Nach einer Flanke von Nico Williams legte der Flügelspieler den Ball per Kopf in die Mitte, wo der kurz zuvor eingewechselte Ferran Torres goldrichtig stand und zum viel umjubelten 1:0 einschob.
Argentinien warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch die beste Ausgleichschance vergab Giuliano Simeone in der Nachspielzeit der Verlängerung.
Zweiter Stern für die Iberer
Mit dem Finalsieg krönt sich Spanien erstmals seit dem Triumph in Südafrika 2010 wieder zum Fußball-Weltmeister. Für die Mannschaft bedeutet der Titel die Bestätigung einer beeindruckenden Entwicklung, nachdem sie bereits als Europameister nach Nordamerika gereist war.
Während Spanien den zweiten Stern feiern darf, endet für Argentinien die Mission Titelverteidigung – und möglicherweise auch die außergewöhnliche WM-Laufbahn von Lionel Messi.

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