Für England ist es der größte Erfolg bei einer Weltmeisterschaft seit dem historischen Titelgewinn von 1966. Bereits nach wenigen Minuten setzte Declan Rice mit einem sehenswerten Distanzschuss das erste Ausrufezeichen. England blieb auch danach die klar gefährlichere Mannschaft und legte durch Ezri Konsa sowie zweimal Bukayo Saka nach.
Mit dem 4:0 kurz vor der Pause sorgten die Engländer für ein historisches Zwischenergebnis. Frankreich hatte bei einem großen Turnier seit Jahrzehnten nicht mehr eine derart schwache erste Halbzeit erlebt.
Mbappé führt die Aufholjagd an
Nach dem Seitenwechsel reagierte Frankreichs scheidender Teamchef Didier Deschamps mit mehreren Wechseln – und plötzlich war die Partie wieder völlig offen.
Kylian Mbappé eröffnete die Aufholjagd, Bradley Barcola verkürzte weiter und Mbappé traf wenig später erneut zum 3:4. England geriet ins Wanken, während Frankreich plötzlich an das Comeback glaubte.
Mit seinen beiden Treffern baute Mbappé zudem seine Führung in der Torschützenliste der WM weiter aus.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Entscheidung fiel schließlich vom Elfmeterpunkt: Nach einem Foul an Djed Spence trat Bukayo Saka an und verwandelte sicher zum 5:3.
Frankreich gab sich zwar nicht geschlagen und verkürzte durch Ousmane Dembélé noch einmal, doch Jude Bellingham stellte mit einem sehenswerten Solo den alten Abstand wieder her und machte den spektakulären 6:4-Endstand perfekt.
England feiert – Frankreich verabschiedet Deschamps mit Niederlage
Während England über WM-Bronze jubelt, endet für Frankreich eine Ära mit einer bitteren Niederlage. Das Spiel gegen die “Three Lions” war zugleich die Abschiedsvorstellung von Teamchef Didier Deschamps.
Mit insgesamt zehn Treffern war die Partie das torreichste Spiel dieser Weltmeisterschaft. An den ewigen WM-Rekord reichte sie allerdings nicht heran: Dieser bleibt Österreichs legendäres 7:5 gegen die Schweiz im Viertelfinale der WM 1954.

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